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ADAC: Bundesjustizministerium schaltet sich ein

Für des Automobilclub ADAC wird es immer enger. Nach der Staatsanwaltschaft München I beschäftigt sich nun auch das Bundesjustizministerium mit dem Club. Der Staatssekretär Ulrich Kelber, zuständig für den Verbraucherschutz, hat angekündigt, mit dem ADAC über seine Qualitätskontrollen sowie über die Unabhängigkeit bei den Zertifikaten und Vergleichen sprechen zu wollen.

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Foto: © Ingo Büsing/pixelio.de

 

Vertrauen der Verbraucher erhalten

Darüber hinaus nutzt das Bundesjustizministerium die Affäre um das frisierte Abstimmungsergebnis bei dem ADAC-Preis “Gelber Engel”, um auch mit anderen nichtstaatlichen Prüforganisationen wie dem TÜV zu sprechen. Viele Verbraucher sind nach der Aufdeckung der gefälschten Zahlen verunsichert und vermuten auch bei weiteren Statistiken und Prüfergebnissen des ADAC Manipulationen. Gerade in sicherheitsrelevanten Bereichen ist dringend Aufklärung notwendig. Kelber zufolge ist es nun nötig, das Vertrauen der Verbraucher in die Tests und Zertifikate dieser Organisationen zu erhalten.

ADAC drängt ins Werkstattgeschäft

Nach der Affäre “Gelber Engel” kommen immer mehr Verfehlungen der Führungsspitze des ADAC ans Licht. So habe nicht nur der Präsident die Helikopter des Automobilclubs genutzt. Auch die Regionalchefs haben gern auf die Rettungshubschrauber zurückgegriffen. Der ADAC verspricht umfassende Aufklärung und in Zukunft mehr Transparenz. Derweil plant der Club, das Geschäft mit den Autopannen auszubauen und will, wie bereits vor einiger Zeit angekündigt, ins Werkstattgeschäft einsteigen. Hierzu will der ADAC Partnerschaften mit ausgewählten Betrieben schließen. Der Automobilclub verspricht den Werkstätten, dass sie vom Vertrauensvorschuss des ADAC profitieren können. Angesichts des Vertrauensverlustes der Verbraucher in den ADAC ist dies allerdings eine gewagte Aussage.

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