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ADAC-Chef gibt auf

Fahrzeughersteller, Politik, Verbraucher – nach der Aufdeckung der Affäre um den Preis “Gelber Engel” und weiteren Unregelmäßigkeiten ist der Druck auf den ADAC stetig gewachsen. Der Automobilclub gab sich auch reuig, ADAC-Präsident Peter Meyer gelobte Besserung, mehr Bescheidenheit und eine höhere Transparenz. Seinen Posten wollte er jedoch zu keiner Zeit abgeben. Lange Widerstand Meyer dem Druck und den Forderungen, zurückzutreten. Doch nun gibt er auf.

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Foto: © Bernd Kasper/pixelio.de

 

Der Druck belastet die Familie

Am Montag hat ADAC-Präsident angekündigt, mit sofortiger Wirkung von seinem Posten zurückzutreten. Er begründete seine Entscheidung damit, dass die Diffamierungen und Angriffe nicht nur den Automobilclub, sondern auch seine Familie belasteten. Zudem möchte er nicht länger für Verfehlungen der hauptamtlichen Führungskräfte, die gemäß der Satzung des ADAC die laufenden Geschäfte besorgen, verantwortlich gemacht werden. Die Entscheidung habe er sich sorgfältig überlegt und allein gefällt. Der Reformprozess müsse nun dennoch weitergeführt werden, auch an sein Zehn-Punkte-Programm glaube er noch. Das Ziel müsse nun sein, das Vertrauen der Verbraucher sowie Kompetenzen zurückzugewinnen.

Untersuchungsergebnisse sollen Anfang der Woche kommen

Der Druck auf Meyer war immens. Die Automobilkonzerne drohten, die in der Vergangenheit gewonnenen Preise zurückzugeben, Politiker wie Horst Seehofer kritisierten ein immenses Ausmaß an Filz. Um die Affäre um den Preis “Gelber Engel” aufzuklären, hat der ADAC eine externe Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ins Boot geholt. Die Ergebnisse der Untersuchung sollen zu Beginn dieser Woche vorliegen. Meyer hat lange bezweifelt, dass auch die Rangfolge bei der Wahl zum “Gelben Engel” manipuliert worden sei. Davon ist der scheidende ADAC-Präsident allerdings abgerückt. Seine persönlichen Zweifel seien in den vergangenen Tagen gestiegen, so Meyer.

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