24131

ADAC: Keine Manipulation bei Preisvergabe

Vor einigen Tagen wurde Kritik an der Vergabe des ADAC-Preises “Gelber Engel” laut. Die Süddeutsche Zeitung warf dem Automobilclub vor, die Wahl manipuliert zu haben. Der Club wies die Vorwürfe zurück. Nun meldet sich der ADAC abermals zu Wort und verurteilt die Vorwürfe scharf. Diese seien ein “Skandal für den Journalismus”.

 

24131

Kompletter Unsinn

Die Preisverleihung des “Gelben Engels”, des wichtigsten Autopreises Deutschlands, am 16. Januar verlief alles andere als idyllisch. Vor den versammelten Gästen in der Allerheiligen-Hofkirche nahm sich Karl Obermair, der Geschäftsführer des ADAC, den Bericht der Süddeutschen Zeitung vor. In seiner Rede sparte er nicht mit harschen Worten und Spott. Der Bericht bestehe aus Unwahrheiten und Unterstellungen und sei kompletter Unsinn, so Obermair. Zumindest die vier Buchstaben des Automobilclubs seien richtig geschrieben worden. Einem Reporterteam gegenüber verurteilte Obermair den Bericht der Süddeutschen als “Skandal für den Journalismus”.

Zahlen werden nicht offengelegt

Scharfe Worte, doch mehr wird vonseiten des ADAC nicht getan, um die Vorwürfe der Süddeutschen zu entkräften. Auf Anfrage der Onlineausgabe des Magazins Spiegel, ob denn nicht einfach die Zahlen offengelegt werden können, wurde dies von einem Sprecher des ADAC mit der Begründung abgewiesen, dass dies keine Tradition habe. Die Informationen bleiben unter Verschluss. Auch Michael Ramstetter, der Chef der Kommunikationsabteilung beim ADAC und Erfinder des “Gelben Engels”, wollte keine Stellungnahme abgeben. Einem Mitarbeiter des Automobilclubs zufolge kennt außer Ramstetter niemand die genauen Zahlen der Abstimmung, alles gehe über den Tisch des Chefs und dieser gebe nur die Ergebnisse weiter. Seit dem Artikel in der Süddeutschen ist die Stimmung in der Abteilung weiter gesunken.

Offene Rebellion

Diese sei allerdings vorher schon getrübt gewesen. Die Weitergabe der Zahlen an die Süddeutsche gilt als offene Rebellion der Mitarbeiter gegen Ramstetter. Gleich nach der Veröffentlichung des Berichtes soll in der Zentrale des Automobilclubs hektisch nach der Person gesucht worden sein, die der Zeitung die Dokumente zugespielt hat.

Bewerten Sie den Artikel

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *


acht + 2 =

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>