ADAC Statistik Pannen Manipulation

ADAC: Nur selten registrierte Pannen

Dass die Pannenstatistik des ADAC manipuliert wurde und daher nicht aussagekräftig ist, wurde schon länger vermutet. Das genaue Ausmaß der Manipulationen war jedoch nicht bekannt. Dies wurde erst im Zuge der Affäre um den Preis “Gelber Engel” publik. Der Umfang der Manipulationen verblüfft selbst Experten.

ADAC Statistik Pannen Manipulation

Foto: © Karl-Heinz Laube/pixelio.de

Nur vier Prozent der Pannen registriert

Der Zeitschrift “Auto Bild” zufolge gingen im Jahr 2012 von den insgesamt 4,2 Millionen Einsätzen lediglich vier Prozent aller Pannen in die Statistik ein. Die Gründe dafür, dass 96 Prozent aller Pannen aus der Statistik herausfielen, sind vielfältig. So entfallen beispielsweise alle Pannen, die vom Fahrer selbst verursacht wurden sowie Pannen, die an Fahrzeugen entstanden, die älter als sechs Jahre oder jünger als ein Jahr waren, ebenso Einsätze, die im Auftrag der Hersteller-Mobilitätsgarantie gefahren werden. Auch knapp 1,6 Millionen Einsätze, die von Straßendienstpartnern gefahren wurden, sind in der Statistik nicht zu finden.

Im Interesse der Fahrzeughersteller

Die Praktik liegt durchaus im Interesse Fahrzeughersteller, da die Verbraucher, die sich an den Statistiken vermeintlich unabhängiger Institute informieren, natürlich ein hohes Interesse an einem Auto haben, das möglichst wartungsfrei ist. Daher ist verständlich, dass sich die Fahrzeugindustrie nach Bekanntwerden der Unregelmäßigkeiten bei dem größten Automobilclub Europas nun versucht, sich möglichst von diesem zu distanzieren. Zuletzt haben die Fahrzeughersteller gedroht, in einer konzertierten Aktion alle in der Vergangenheit vom ADAC erhaltenen Preise zurückzugeben.

Bewerten Sie den Artikel

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *


eins + = 8

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>