ADAC Batterie

ADAC: Provision für neue Autobatterien gezahlt

Die Affäre um die frisierten Zahlen bei der Abstimmung zum Preis „Gelber Engel“ sowie die kurz darauf aufgedeckten weiteren Unregelmäßigkeiten haben dem ADAC schwer geschadet. Vor allem der Führung des größten Automobilclubs Europas. Die „Gelben Engel“, die Pannenhelfer des Clubs jedoch waren bislang über jeden Zweifel erhaben und wurden von den Mitgliedern verteidigt, da sie ja nicht für die Affären der Führungspersonen verantwortlich waren. Der Basis des Clubs wurde das Vertrauen weiterhin ausgesprochen. Doch nun geht es ans Eingemachte.

 ADAC Batterie

„Gelbe Engel“ erhielten Batterie-Prämie

Das Ansehen der letzten Vertrauenspersonen des ADAC, der „Gelben Engel“, hat nun auch einen Knacks bekommen. Medienberichten zufolge haben die beliebten Pannenhelfer für den Verkauf neuer Autobatterien Provisionen erhalten. Eine Praxis, die viele Fragen aufwirft. Eine davon wäre, warum der ADAC zu einem System greift, das Anreize schafft, Produkte zu verkaufen, wenn die „Gelben Engel“ nach bestem Wissen und Gewissen handeln, so Professor Jürgen Lürssen von der Universität Lüneburg gegenüber dem NDR.

Prozedur zur Vermeidung von Missbrauch nicht immer durchgeführt

Eine weitere Frage ist, inwieweit sich diese Praxis auf die Pannenstatistik des ADAC ausgewirkt hat. Den Daten des Automobilclubs zufolge mussten die Pannenhelfer im Jahr 2012 in insgesamt 685.751 Fällen ausrücken, um Probleme mit der Autobatterie zu beheben. Damit steht der Akku weiterhin an der Spitze der Pannenstatistik. Eigenen Angaben zufolge wurde jedem vierten Fahrer eine der zwischen 109 und 209 Euro teuren Batterien verkauft. Die vorgeschriebene Prozedur, die sicherstellen sollte, dass keine intakte Batterie ausgetauscht oder das Provisionssystem nicht missbraucht wird – Leistungsmessung der alten Batterie und Übergabe des Messprotokolls an den Autobesitzer – wurde dem NDR zufolge in einigen Fällen nicht durchgeführt. Zudem gebe es ADAC-intern einen hohen Druck, Batterien zu verkaufen, klagten anonyme Pannenhelfer gegenüber dem Sender.

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