Adaptive Aerodynamik – 911 Turbo mit aktivem Frontspoiler

Quelle: Herstellergalerie

Ganze zwei Sekunden schneller ist der Neue auf dem Nürburgring Nordschleife im Vergleich zu seinem Vorgänger. Woran das liegt? Adaptive Aerodynamik ist das Geheimwort der Fahrdynamik-Spezialisten. Auf diese Weise wird die Fahrdynamik je nach Fahrprogramm gezielt beeinflusst. Doch wie genau soll das funktionieren?

Ausfahrbare Spoiler

Luftwiderstand kann für Sportwagenentwickler ein Fluch sein. Je höher dieser ist, umso höher der Verbrauch, doch Porsche zeigt, dass man ihn auch gezielt nutzen kann. Mit den neuen Spoilern erzeugen sie einen Abtrieb, der den neuen 911 auch bei sehr hohen Geschwindigkeiten förmlich auf die Straße klebt und das, obwohl die Form eigentlich genau das Gegenteil erreichen müsste, wie bei einem Flugzeug. Die Luft strömt deutlich schneller über die gewölbte Oberseite, als unter dem glatten Fahrzeugboden und sorgt so normalerweise dafür, dass ein Sog nach oben entsteht. Doch die Entwickler haben dies geschickt gelöst.

Hinten setzen die Aerodynamiker einen ausfahrbaren Spaltflügel ein, mit einer deutlich größeren Wirkfläche. Das an sich ist nicht neu, doch als Highlight kommen bei dem 911 Turbo 2013 noch variable Frontspoiler hinzu. Das Material ähnelt Neoprenanzügen von Tauchern und ist deutlich unempfindlicher gegenüber Beschädigungen.

Ab 120 km/h werden die Spoiler aktiviert und sorgen für einen deutlich geringeren Luftwiderstand. Dafür fährt der Heckspoiler 25 mm weit aus, während die beiden äußeren Spoiler „aufgeblasen“ werden. In der Performance-Stellung für Rennstrecken werden die Frontspoiler vollständig ausgefahren. In einem 7-Grad-Winkel ragt der Heckspoiler um 75 mm nach oben. Bei einer Geschwindigkeit von 300 km/h drücken 88 kg auf die Hinterachse. Auf diese Weise erzeugt das Spoilerwerk 132 kg Abtrieb.

 

 

Adaptive Aerodynamik – 911 Turbo mit aktivem Frontspoiler
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