Alfa Romeo 147: Vorne hui, hinten pfui!

In der Kompaktklasse ist der Alfa Romeo 147 bereits seit 2001 beheimatet. Der Vorgänger des 2010 erschienenen Alfa Giulietta teilt sich mit seinem großen Mittelklasse-Bruder 156 eine Plattform. Auch die Fahrwerkstechnik stammt vom Konzernbruder, der bereits vier Jahre früher vorgestellt wurde.

Zu Markteinführung stand der auf Sportlichkeit ausgelegte 147 in drei Benzinmotorisierungen und einem Dieselmotor zur Verfügung. Die Basismotorisierung bildet der damals für die Kompaktklasse schon starke 1,6-Liter-Motor mit 105 PS. Die Reise mit einem Diesel ging bei 1,9 Litern und 100 PS los. Später folgte mit dem 147 GTA das Spitzenmodell der Serie. Der mit 3,2-Liter-Sechszylinder und 250 PS ausgestattete Sportler unterschied sich auch äußerlich von seinen Serienverwandten.

2003 und 2005 folgten zwei Facelifts des Alfas. Hierbei wurde neben der Überarbeitung von Frontschürze und Ausstattung auch ein neuer Spitzendiesel eingeführt. Der 1,9-Liter-JTD leistet im 147 ganze 150 PS. Neben den Motoren wird auch das Design des Kompakt-Italieners dem sportlichen Anspruch gerecht. Ein typischer Kühlergrill aus dem Hause Alfa und eine schnittige Dachlinie lassen den Fahrspaß schon von außen sichtbar werden. Für den sorgt auch das hart abgestimmte Fahrwerk im 147.

Doch wo Sportlichkeit beginnt, da ist oft Schluss mit Alltagstauglichkeit und komfortablem Reisen. So auch beim Alfa. Dem Design und den Abmessungen ist der magere Platz für Passagiere geschuldet. Auch der Kofferraum ist mit 280 Liter für einen Kompaktwagen sehr klein geraten. Auch der Fünftürer, der parallel zum Dreitürer gebaut wurde, liefert nur etwas mehr Komfort für Mitfahrer im Fond des Autos.

Ein weiteres Problem des Alfas ist die Zuverlässigkeit. Schlechte Verarbeitungsqualität und Rostanfälligkeit machen den 147 zum echten Problemfall. Besonders gerne treten die Mängel beim Alfa am Heck auf. Hier rostet der Auspuff, die Querlenker schlagen aus und das Öl tropft aus dem Alfa. Unproblematisch ist dagegen die robuste Bremsanlage. Die Werkstattkosten sind beim 147 unter dem Klassendurchschnitt und auch die Ersatzteile sind erschwinglich. Eine Modellempfehlung ist vom gewünschten Maß an Sportlichkeit abhängig. Der ambitionierte Käufer sollte allerdings bei den großen Benzinmotoren an den deutlich höheren Verbrauch im Gegensatz zu den ebenfalls durchzugsstarken Dieselmotorisierungen denken.

Ein fünf Jahre alter Diesel kostet beim Gebrauchtwagenhändler knapp 4000 Euro. Für das Sportmodell aus demselben Baujahr muss man mindestens das Doppelte investieren.

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