Alfa Romeo Spider 916 – 1994-2005 – die 5. Generation voller Schwachstellen …

Der Vorgänger der 6. Generation vom Alfa Spider hatte eine doch sehr eigenwillige Form. Als das Fahrzeug 1994 in Genf auf dem Genfer Autosalon als Alfa Romeo Spider 916 vorgestellt wurde mussten sich einige Kunden doch erst an die Keilform, die Leuchten und die für das Fahrzeug doch ungewöhnliche Breite gewöhnen. Das Design stammte von Pininfarina, das Rückleuchtenband schaffte den optischen Familienanschluss an die anderen Alfa-Modelle.  Der Alfa Romeo 916 Spider hat einen quer eingebauten Frontmotor der ebenfalls die Vorderachse antreibt.

Zeitgleich mit dem Spider wurde auch die geschlossene Coupé-Version unter der Bezeichnung Alfa Romeo GTV auf den Markt gebracht, dieses Modell unterscheidet sich nur von dem Dach. 4 Jahre nach der Markteinführung bekam das Armaturenbrett ein Update, im Jahr 2000 wurde die komplette Produktion für die letzten 5 Jahre von Arese (Alfa Romeo Werk) nach Pininfarina (Turin) verlegt. Im Jahr 2003 gab es dann noch mal ein Facelift, quasi eine neue Front.

Der quer eingebaute Motor war in sechs Versionen, mit Hubräumen von 1,8 bis 3,2 Liter verfügbar. Der stärkste 3,2-l-V6-24V-Motor mit 241 PS beschleunigte den Alfa Romeo Spider 916 in 6,3 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die Front besteht aus Kunststoff, die Motorhaube besteht ebenfalls aus einem leichten Verbundswerkstoff. Vorteil: Rost ist an der Stelle unmöglich! Auch die anderen Metallteile vom Alfa Spider sind verzinkt, da dürfte so schnell also nichts blühen. Das Fahrzeug verwindet sich gern, hier sollte man unbedingt eine Domstrebe nachrüsten (sofern es der Vorbesitzer noch nicht gemacht hat. Diese Domstrebe reduziert die Verwindungen des Vorbaus, gerade bei langen und schnell gefahrenen Kurven. Personen über 1,80 m werden an die Grenzen des Fahrzeuges stoßen, der Kofferaum schluckt auch nur 110-147 Liter (je nach Baujahr) und bei der Rundumsicht hat der Alfa auch so ein paar Schwachstellen.

Das Verdeck des Alfa Spider vom Typ 916 gilt als sehr solide, die Dichtungen sind hin und wieder mal Schuld an Wassereinbrüchen im Innenraum. Bei den Motoren haben in den ersten zwei Jahren oft defekte Spannrollen zu einem Riss vom Zahnriemen geführt, diese Fahrzeuge sind nun also mit einem Austauschmotor unterwegs. Apropo Zahnriemen, Alfa sagt alle 120.000 km sollte der Zahnriemen gewechselt werden, selbst bekennden Alfisti werden mir zustimmen, wenn ich nun schreibe, dass ich den Zahnriemen spätestens nach 75.000 km tauschen würde. Kalte Motoren ruckeln ganz gerne mal, hier könnte unter Umständen ein Update des Motorsteuergeräts helfen, ggf. mal bei der Alfa Werkstatt nachfragen. Die Wasserpumpe macht häufiger bei ca. 80.000 km schlapp, ggf. sollte man diese Vorsorglich beim Zahnriemenwechsel mitwechseln, da diese sowieso dann frei zugängig ist. Die Getriebe sind gut, bei den V6 Modellen leidet die Kupplung stark, der Verschleiss an den Bremsen ist normal (vorne höher als hinten) und leistungsabhängig.

2006 wurde der 916er abgelöst vom Alfa Romeo Spider Brera.

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