Alles Plaketti oder was?

Alle zwei Jahre, muss das geliebte Blech zur Hauptuntersuchung. Für manche eine echte Zitterpartie, in der Regel aber völlig harmlos, wenn das Auto gepflegt ist und regelmäßig die Werkstatt auch einmal von innen gesehen hat.

Die Hauptuntersuchung läuft aber schon längst nicht mehr so ab wie früher. Kein Prüfer mehr, der mit dem Schraubenzieher bewaffnet, auf der Suche nach Löchern, im Blech herumpikst. Rost ist heute fast kein Thema mehr, zumindest an tragenden Teilen. Der Prüfer guckt also schon noch nach Rost, der sich doch oft an Abgasanlagen und hin und wieder am Bodenblech befindet. Die Zeiten haben sich mittlerweile geändert, so wird die Elektronik mit ihren Regelsystemen wie ABS oder ESP, mit in die Prüfung einbezogen. Als erstes kommt die AU, die Abgasuntersuchung, die mittlerweile mit Bestandteil der HU, Hauptuntersuchung ist. Deswegen, gibt es die eckige AU-Plakette auch nicht mehr. Beim Abgastest, wird das Auto mit dem Messgerät verbunden und bei aktuellen Autos über das OBD-System ein kurzer Test durchgeführt, ist der positiv, war es das auch schon. Bei älteren Autos müssen die Abgaswerte, in verschiedenen Lastbereichen gemessen werden. Ist die AU überstanden, geht es an die Beleuchtung. Nicht nur die Funktion und korrekte Einstellung wird überprüft, auch Komfortextras, wie Kurvenlicht und automatisches Licht werden getestet. Und weiter gehts zum Fahrwerk. Das Auto wird auf der Bühne, im ein- und ausgefederten Zustand getestet. Der Prüfer führt Sicht- und Wackelprüfungen durch, um so Schäden an Fahrwerksteilen aufzudecken. Er schaut u.a. nach Gelenken, Spurstangen, Querlenkern usw. und auch die Lenkung selber wird z.B. auf  Lenkungsspiel untersucht. Ist das Auto auf der Bühne, wird auch ein Auge auf die Bremsen geworfen, bevor es auf die Rolle zum Bremsen-Test geht. Auf dem Bremsenprüfstand, kann der Prüfer die Wirkung der Hand und Fuß-Bremse überprüfen. Vorher guckt er wie gesagt ob Beläge und Scheiben, sowie Bremsschläuche noch in Ordnung sind. Zu guter Letzt, kommt dann noch für Autos, die ab April 2006 zugelassen worden sind, die Prüfung der Elektronik. Dafür wird das Auto mit dem Computer verbunden und alle elektronischen Systeme, wie Airbags, ESP usw., auf ihre Funktion und Fehler hin untersucht. Taucht hier ein Mangel auf, leuchtet z.B. die Airbaglampe, muss nachuntersucht werden. Um das Risiko klein zu halten, beim Tüv durchzurasseln, ist es ratsam sein Auto vorher Fit zu machen. Beleuchtung und Flüssigkeiten, kann man schnell selber nachgucken und wer sich nicht sicher ist, kann das Auto vorher in der Werkstatt checken lassen, dann klappt´s auch mit der Plakette!

 

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