Alte und/oder abgefahrene Reifen – ein häufig unterschätztes Risiko!

Jean Oumard / Pixelio.de

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Ein häufig unterschätztes Risiko lauert in alten oder abgefahrenen Autoreifen. Nicht nur die Profiltiefe entscheidet darüber, ob ein Reifen entsorgt werden soll, oder ob er noch brauchbar ist. Auch das Alter spielt hier eine sehr wichtige Rolle. Wie alt Ihr Autoreifen ist, verrät Ihnen die so genannte DOT-Nummer, die auf allen Reifen angebracht ist. Diese Nummer ist eine Zeichen- und Ziffernkombination, der Sie das Datum (Kalenderwoche und Jahr) der Herstellung und den Ort der Herstellung entnehmen können.

Profiltiefe richtig messen

Zunächst das Grundsätzliche! Sommerreifen müssen eine Mindestprofiltiefe von 1,6mm haben, Winterreifen gelten bei einer Profiltiefe unterhalb der 4mm Marke als abgenutzt und müssen getauscht werden! Bei Sommerreifen können Sie – um die Profiltiefe festzustellen – eine 1-Euro-Münze ins Profil stecken. Verschwindet der Goldrand vollständig, ist das Profil noch in Ordnung. Schaut etwas vom Goldrand raus, müssen Sie Ihre Reifen austauschen. Abgefahrene und alte Reifen können schwere Unfälle verursachen. Es ist also in Ihrem eigenen Interesse, die Reifen stets in Ordnung zu halten.

Pflegen und kontrollieren

Empfehlenswert ist es, den Luftdruck in den Reifen regelmäßig zu kontrollieren und der Ladung entsprechend anzupassen. Vielfahrer sollten etwa alle zwei Wochen, oder nach jedem zweiten Tanken den Luftdruck kontrollieren. Die richtige Lagerung und Pflege der Reifen trägt dazu bei, die Lebensdauer der Reifen zu erhöhen. Dem Alterungsprozess wird bei den Herstellern so gut wie möglich gegengesteuert, dennoch: aufhalten lässt er sich nicht. Im Straßenverkehr zugelassen sind nur Reifen, die maximal 8 Jahre alt sind. Für Anhänger, die 100km/h fahren dürfen, sind Reifen bis zu einem Alter von 6 Jahren zugelassen. Reifen, die älter sind, müssen ausgetauscht werden, selbst dann, wenn sie noch ausreichend Profiltiefe aufweisen.

Alte und/oder abgefahrene Reifen – ein häufig unterschätztes Risiko!
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