Anlasser

Der moderne Name des Anlassers lautet Starter. Und dies beschreibt schon recht treffend die Funktion des Anlasser: Er startet Verbrennungsmotoren. Dies tut er schon, seit er 1899 von Clyde J. Coleman erfunden wurde. 1911 wurde das Hilfsaggregat erstmals in einem Cadillac getestet und ging schon 1912 in Serie. Dank Citroën fand der Anlasser dann 1919 nach Europa und in deutsche Automobile. Sie werden sich sicherlich an die alten Schwarz-Weiß-Filme erinnern, in denen die Motoren der Autos mühsam mit einer Kurbel angeworfen wurden. Dies war nötig, da Verbrennungsmotoren im Stillstand kein Drehmoment erbringen und somit nicht aus eigener Kraft anlaufen können. Der Anlasser, als kleiner Elektro- oder Druckluftmotor, übernimmt heute die Aufgabe diesen Anstoß zu geben. Außerdem haben heutige Starter noch häufig die Zusatzfunktion der Motordiagnose.

Anlasser in der heutigen Zeit

In einem zeitgemäßen PKW muss der Anlasser in erster Linie leicht sein und den Verbrennungsmotor auf über 300 1/min Drehungen bringen. Der sogenannte Schub-Schraubtrieb-Starter ist jene Form des Anlasser, die bei allen Pkws verwendet wird. Es sind kleine Elektromotoren, die mit Dauermagneten bestückt wurden, um mittels Magnetschalter und Stromversorgung durch die Batterie einen Zahnradantrieb anzuschieben, dessen mechanische Energie dann auf den Motor übertragen wird. Diese Funktion verlangt logischerweise ein hohes Übersetzungsverhältnis. Damit ist von einem Verhältnis von etwa 13:1 die Rede. Ein kleines Ritzel am Anlasser und ein großes am Schwungrad des Motors machen dies möglich. Das Planetengetriebe auf der Ankerwelle überträgt die Energie. Daneben besteht der eigentliche Anlasser lediglich aus einem Elektromotor, genauer einem typischen Gleichstrommotor mit zwei Kohlebürsten, die gegen die zusammen rotierenden Anker mit der Trommel gedrückt werden.

Funktionsweise eines Anlassers

Weit über 100 Ampere nimmt der Verbrennungsmotor vor dem Start auf. Dieser Vorgang sollte nicht länger als einige Sekunden dauern, denn da es keine Kühlrippen gibt, kann es schnell zur Überhitzung und zu großen Schäden kommen. In der Regel kann man den Starter selbst nicht wirklich als empfindliches Verschleißteil betrachten, was bedeutet, dass selten der ganze Anlasser ausgetauscht werden muss. Und wenn das Auto bei der Zündung nicht startet, ist dies meist einer leeren Batterie geschuldet. Häufiger kommt es vor, dass die einzelnen Bauteile des Starters ersetzt werden müssen: die Starterwellen-Buchse, das Ritzel, der Einrückmagnetschalter oder die Einrückheben. Wenn tatsächlich und ohne Zweifel erwiesen werden soll, das etwas am Starter defekt ist, sollte man sich auch als Hobbymechaniker lieber an eine Fachwerkstatt wenden. Die Diagnose ist schwierig und muss in etwa Faktoren wie Widerstände und defekte Kabel mit einbeziehen. Aber wenn Sie dann tatsächlich ein Ersatzteil brauchen, kann es sich lohnen, in Online Shops danach zu suchen. Oft finden Sie hier eine billigere Alternative zu den Werkstattbestellungen.

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