Antriebswellen nach Leichtbauprinzip

In Zeiten der hohen Kraftstoffpreise und der Forderungen, die CO2-Emissionen zu senken, ist die Gewichtseinsparung der Fahrzeuge das Gebot der Stunde. Gerade bei der Konstruktion von Hybriden und Elektrofahrzeugen ist das Leichtbauprinzip von Bedeutung, da sich dadurch die Reichweiten bedeutend erhöhen lassen. Doch bei vielen Bauteilen gerieten die Fahrzeughersteller schnell an ihre Grenzen. Besonders bei hoch belasteten Teilen war Leichtbau bislang schwer möglich.

 

Dem Hightech-Hersteller CP autosport ist es nun in Zusammenarbeit mit einem Stahlhersteller gelungen, eine Antriebswelle nach Leichtbauprinzip zu entwickeln, die hilft, das Gewicht des Fahrzeugs um 20 Kilogramm zu senken. Herkömmliche Antriebswellen bestehen in der Regel aus einer massiven Stahlwelle und Gelenken.

Die hohe Gewichtsersparnis der Antriebswelle bei gleichzeitiger Fähigkeit, hohe Drehmomente zu übertragen, wird durch die Ausbildung der Welle als Rohr realisiert. Das Rohr besteht aus hochfestem Stahl, dem durch eine besondere Wärmebehandlung eine sehr hohe Zähigkeit verliehen wurde.

Allerdings wird sich der Ausbau der neuen Welle schwieriger gestalten als bisher. Um weiteres Gewicht zu sparen, wurde die bislang übliche Steckverbindung am Tripodgelenk wegrationalisiert. Die Verbindung der neuen Welle mit dem Gelenk erfolgt nun über eine Schweißnaht. Die neue Entwicklung wurde in der Branche gut angenommen und mit dem Stahl-Innovationspreis 2012 belohnt. Der erste Einbau in ein Serienfahrzeug wird im Herbst in einem Hybrid-Sportler von Porsche erfolgen.

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