Assistenzsysteme verursachen hohe Reperaturkosten nach Bagatellunfällen

Autounfall

Wie schnell kann es passieren? Man passt nur einen kleinen Moment nicht auf und schon fährt man einem anderen Fahrzeug auf. Schon 10 km/h reichen, um erhebliche Schäden zu verursachen. Dabei sprechen wir nicht von der Karosserie, sondern von den neuen Assistenzsystemen. Was eigentlich ein Bagatellschaden sein müsste, artet zu erheblichen Reparaturkosten aus. Schuld daran sind die neuen Assistenzsysteme. Sie schrauben die sonst eigentlich niedrigen Reparaturkosten solcher Unfälle ohne Probleme auf bis zu 5000€. 

Häufigste Schäden bei Auffahrunfällen

Eine Untersuchung der verschiedenen Versicherungsanbieter hatte zum Ergebnis, dass die meisten Auffahrunfälle bei ca. 15 km/h geschehen. Ironischerweise sind dies jedoch auch in den meisten Fällen die teuersten Unfälle. Notbremssysteme sind daran schuld. Auch wenn sie viele Auffahrunfälle verhindern und man ihnen ihren Sinn nicht absprechen kann, so sind die Reparaturkosten, wenn es doch einmal passiert, enorm hoch.

Enorme Preisunterschiede bei den Ersatzteilen

Es ist jedoch überraschend, wie extrem die Preisunterschiede der Ersatzteile unter den jeweiligen Marken sind. So erhält man neue Radarsensoren beim Hersteller Mercedes für moderate 464 Euro. Ein durchaus vertretbarer Preis. Erschreckend sind jedoch die Kosten für das gleiche Ersatzteil bei Honda, Jaguar und Toyota. Sie alle verlangen weit mehr als 3.000€ für neue Radarsensoren.  Hier sind der Einbau und die Ausrichtung noch nicht mit einberechnet. Parksensoren bewegen sich preislich je nach Hersteller zwischen 40 und 170 €.

ADAC fordert Änderung zur Senkung der Kosten

Der ADAC geht davon aus, dass sich die Kosten für Reparaturen erheblich senken ließen, wenn die Stoßfänger unterschiedlicher Fahrzeuge zumindest auf gleicher Höhe wären, teure Bauteile an ungefährdeten Stellen verbaut, Prüfmöglichkeiten für Sensoren vereinfacht und die grundsätzlich sehr hohen Ersatzteilpreise gesenkt würden.

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