Audi A3: Der Edel-Golf

H.Schröder  / pixelio.de

H.Schröder / pixelio.de

Der Audi A3 ist seit 1996 das Volumenmodell von Audi in der Kompaktklasse. Der edlere Golf-Konkurrent bedient sich großzügig aus dem Teilesortiment der Wolfsburger, der Fokus liegt im Vergleich zum Golf jedoch mehr auf dem Premium-Anspruch von Audi. Besonders interessant für Gebrauchtwagenkäufer ist die zweite Generation, intern auch 8P genannt. Audi bietet neben dem Drei- und Fünftürer auch eine Cabrio-Version mit Stoffdach an. Beim Gebrauchtwagenkauf muss jeder für sich entscheiden, ob er bereit ist den deutlichen Aufpreis für den Premium-Kompaktwagen im Vergleich zur Konkurrenz aus dem eigenen Konzern zu bezahlen. VW und Seat setzen großflächig auf dieselbe Technik, kosten aber weniger Geld.

Solide und variantenreich

Viele im Internet angebotenen A3 sind Langstreckenautos, ein Großteil davon gut gepflegt. Zudem muss man sich in Sachen Haltbarkeit nur wenig Sorgen um den kompakten Ingolstädter machen, Problemstellen gibt es beim A3 nur wenige. Motorenseitig kann man auf die halbe VW- bzw. Audi-Palette zurückgreifen, beginnend mit dem 1,6-Liter-Basismotor mit 102 PS. Doch man muss nicht so zurückhaltend motorisiert sein, sportlicher ist man mit den Einspritzmotoren mit 1,8 oder 2 Litern Hubraum unterwegs (150 bis 200 PS). Hier ist allerdings ähnlich wie bei den teuren Sportversionen S3 und RS3 mit 265 bzw. 350 PS mit entsprechend artgerechter Benutzung inklusive hohem technischen Verschleiß beim Vorbesitzer zu rechnen. Genügsamer, aber trotzdem spritzig motorisiert ist man mit den Langläuferdieseln, wie dem 1,9 TDI mit 105 PS, der seit 2009 von einem 1,6 TDI mit gleicher Leistung abgelöst wurde.

Schwachpunkte des Audi A3 (8P)

Fahrwerk: Grundsätzlich gilt das Fahrwerk wie auch der gesamte A3 als solide, wenn es Probleme gibt, dann sind jedoch häufig die Antriebswellenmanschetten betroffen.

Verschleiß: Hier hat der Hersteller wenig Einfluss, für den Gebrauchtwagenkäufer ist der Punkt jedoch trotzdem interessant. Besonders die Kupplungen und die Bremsen leiden unter zu ambitionierter Fahrweise oder fehlendem Können, häufig sind hier die Sportmodelle anfällig. Auch bei Chiptuning sollte man sich den Kauf zweimal überlegen, die Leistungssteigerung steigert den Verschleiß und könnte im schlimmsten Fall zum Motorschaden führen.

Kosten: Premium hat seinen Preis, auch beim Audi A3. So liegen sowohl Anschaffungskosten als auch Reparaturkosten über der Markenkonkurrenz. Der Unterhalt dagegen wird hauptsächlich von der gewählten Motorisierung beeinflusst, hier gibt es günstige und teure Modelle.

Diesel: Der 2-Liter-TDI gilt bis 2004 anfällig für Haarrisse im Zylinderkopf, spätere Baujahre sind unproblematisch. Auch die bis 2009 gebauten Pumpe-Düse-Diesel haben Probleme mit dem Ausfall selbiger Elemente.

Kleine Problemstellen: Zudem beklagen sich manche Käufer unter anderem über eine ungenaue oder falsche Tankanzeige, zu schwache Dämpfer der Heckklappe oder undichte Nebelscheinwerfer.

Audi A3: Der Edel-Golf
Bewerten Sie den Artikel