Audi A4 Cabrio: Luftikus

In den 90er Jahren wurde bei Audi auf der Basis eines Audi 80 ein Cabriolet genanntes Frischluft-Modell angeboten. 2002 kam nach zweijähriger Pause ein neues Modell unter dem Markennamen Audi A4 Cabriolet auf den Markt. Vier Jahre später folgte mit dem Facelift des A4 eine weitere Überarbeitung und auch das Cabrio-Modell folgte diesen Veränderungen. Auf dem Gebrauchtwagenmarkt sind die offenen Modelle aus Ingolstadt mittlerweile sehr beliebt und haben daher einen hohen Werterhalt.

Äußerlich machte das Modell von Audi 80 zu A4 einen großen Sprung in Sachen Dynamik. Im Vergleich zur Limousine gab es beim Cabrio-Modell einige z.B. bei Stoßfängern und Scheinwerfern. Auch im Innenraum gibt es Änderungen, die allerdings im Detail liegen. Platz bietet das A4 Cabriolet für vier Personen, die im Innenraum genügend Entfaltungsspielraum haben. Wie schon beim Vorgänger setzt Audi auch beim A4 auf ein Stoffverdeck, welches sich auch während der Fahrt noch öffnen und schließen lässt. Außerdem wird das offene Modell so auch einigermaßen wintertauglich.

Audi-typisch ist auch beim Cabrio das sportliche Fahrverhalten. Dies gilt sowohl für die Modelle mit Frontantrieb als auch für die quattro-Modelle mit Allradantrieb. Im Vergleich zur Limousine wirkt die offene Version dagegen weniger agil und weniger sportlich gefedert. Auch die teilweise verbaute Automatik versteht sich nicht mit einem sportlichen Fahrverhalten. Motorenseitig gibt es eine verkleinerte Auswahl im Gegensatz zur Limousine. Trotzdem ist beispielsweise der empfehlenswerte 1,8 T mit 163 PS auch im Cabrio eine gute und sparsame Wahl. Etwas sportlicher ist man mit 2-Liter-T mit 200 PS unterwegs. Für Diesel-Fahrer ist erst seit 2004 ein Vierzylinder im Angebot. Der 2-Liter-TDI mit DPF und 140 PS ist auch gleichzeitig die Empfehlung unter den Selbstzündern.

Erst vor zwei Jahren wurde das A4 Cabrio durch eine offene Version des A5 ersetzt. Hier sollte man allerdings trotzdem zu einem der gut erhaltenen A4-Modelle greifen, die große Teile ihres Wertverlusts schon hinter sich gebracht haben. Bedenken sollte man allerdings neben den hohen Anschaffungskosten auch die hohen Kosten für Unterhalt und Ersatzteile. Letztere sind zum Glück seltener vonnöten, da das A4 Cabrio in den Prüfberichten eine gute Figur macht. Überdurchschnittlich häufig segnen nur Spurstangenköpfe und Lenkmanschetten das Zeitliche. Die Preise für gebrauchte Cabriolets variieren zwischen 12 000 Euro für einen 1,8-Liter-Turbobenziner aus dem Jahr 2002 und 40 000 Euro für die Sportversion RS4 Cabrio. Ein Diesel mit 2-Liter-TDI und Baujahr 2005 liegt bei 18 000 Euro.

Audi A4 Cabrio: Luftikus
Bewerten Sie den Artikel