Aus für Renault Wind

Still und leise verschwindet das Cabriolet Renault Wind nach drei Jahren in der Versenkung. Kaum einer wird es registrieren oder dem Fahrzeug eine Träne nachweinen. Fand doch das Cabriolet in diesem Jahr hierzulande gerade einmal knapp 160 Käufer. Und in anderen Ländern sah es nicht viel besser aus. Aus diesem Grund entschied sich Renault, das Cabriolet im Juni dieses Jahres einzumotten. Doch warum blieb das Cabriolet ein Ladenhüter?

 

Von der Fachpresse wurde das Cabriolet auf der Basis des Twingo eher abgelehnt und als “Möchtegern-Roadster” geschmäht. Tatsächlich mag sich ein richtiges Roadster-Gefühl beim Wind nicht wirklich einstellen. 23 Zentimeter länger als seine Basis, der Twingo, liegt er lediglich fünf Zentimeter tiefer. Zudem sind die beiden Sitze des Wind zu hoch montiert, um ein wirklich sportliches Gefühl zu erzeugen.

Ein weiteres Manko ist die Motorenpalette. Weder der 1,2-Liter-Turbo noch der etwas stärkere 1,6-Liter-Benziner machen so richtig Druck. Die Leistung von 100 bzw. 133 PS ist eindeutig zu wenig für ein sportliches Fahren. Zudem wurden die Motoren mit einem recht gern hakenden Getriebe gekoppelt.

Doch der Wind hat auch seine guten Seiten. Die Designer des schwenkenden Hardtops haben sich am Ferrari 575 Superamerica orientiert. Ist das Verdeck zurückgeklappt, nimmt es kaum Platz im ausladenden Kofferraum in Anspruch. Das Cabrio-typische Problem haben die Franzosen gut lösen können. Zudem wurde die Karosserie des Wind so versteift, dass es nicht einmal vom harten Fahrwerk erschüttert werden kann.

Fazit: Wenn man bei seinem Cabriolet weniger wert auf rasante Kurvenfahrt legt, kann man sich den Renault gut zulegen. Neidische Blicke wird man mit dem Wind jedoch kaum ernten.

Bewerten Sie den Artikel

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *


+ 5 = zehn

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>