Autokamera – ist sie in Deutschland zugelassen?

Rike / Pixelio.de

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In Russland ist sie oft ein notwendiges Übel, um Verkehrsunfälle und andere Straftaten aufzudecken, in Deutschland ist sie erst im Kommen. Die Rede ist von der Autokamera, oder auch Cockpitkamera. Doch ist sie hierzulande überhaupt zugelassen? Wird das aufgenommene Bildmaterial vor Gericht als Beweis gar zugelassen? Und wie sehen die Sache die Datenschützer? Bewegt man sich auf dünnem Eis, wenn man während der Fahrt den fließenden, oder gar stehenden Verkehr mit seiner Autokamera festhält?

Die Zulassung in Deutschland

Sagen wir so: die Autokamera ist in Deutschland zumindest nicht verboten. Auch die Aufnahme von fließendem Verkehr ist nicht verboten, allerdings kommen die Aufnahmen vor Gericht in der Regel nur selten zu tragen, z.B. bei einer Nötigung etwa, denn hier glaubt das Gericht zunächst dem Anzeigenerstatter, weil dieser keinen wirtschaftlichen Nutzen aus einer Anzeige zieht. Anders sieht es jedoch aus, wenn es darum geht, Unfälle mit Fahrerflucht aufzudecken, oder Straftaten an bzw. in der Nähe von stehenden Fahrzeugen. Hier können die Aufnahmen einer Autokamera durchaus als Beweismittel vor Gericht zugelassen werden.

 

Kosten und Installation einer Cockpitkamera

Günstige Modelle sind bereits ab ca. 50,00 Euro zu haben, etwas bessere Aufnahmen bieten Geräte um 150,00 Euro. Installiert wird die Autokamera ähnlich wie ein Navigationsgerät, per Saugnapf an der Windschutzscheibe. Die Stromversorgung erfolgt über einen Akku, der per Kabel über den Zigarettenanzünder geladen werden kann. Das etwas teurere Modell liefert hochauflösende Bilder in HD-Qualität, die Aufnahmen durch das günstigere Modell wirken dabei deutlich körniger und sind somit qualitativ nicht ganz so hochwertig.

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