Autoreifen mit Stickstoff Stickstoff als Alternative zur normalen Druckluft

Viele Reifenhändler bieten heutzutage Reifenfüllungen mit Stickstoff an. Stickstofffüllungen sollen einen schnellen Luftverlust des Reifens verhindern. Durch den gleichbleibenden stabilen Druck im Reifen ergeben sich eine längere Laufleistung der Reifen sowie einen geringerer Kraftstoffverbrauch. Durch den gleichbleibenden Druck entsteht auch eine geringere Wärmeentwicklung, was die Stabilität des Reifens erhöht und das Unfall- und Pannenrisiko verringert. Eine Befüllung der Reifen ohne Sauerstoff soll die Fahreigenschaften verbessern und durch die bessere Stoßaufnahme den allgemeinen Lauf der Räder ruhig werden lassen. Ferner kann Felgen- und Ventilrost vermieden werden sowie eine Oxidation der Reifenkarkasse. Weiterhin soll die Fähigkeit der Runderneuerung besser sein und die Reifenbrandgefahr, da Stickstoff nicht brennt, kann ausgeschlossen werden.

Noch vor dem Jahr 2000 wurde das Gas Schwefelhexafluorid (SF6) für die Befüllung von Reifen eingesetzt. Das umstrittene Gas fördert den Treibhauseffekt, ist umweltschädlich und wurde vor Jahren zur Befüllung von Reifen verboten. Gegenwärtig nutzt man Stickstoff als Reifengas. Es wird aus Luft gewonnen und ist daher völlig unbedenklich. Für Menschen ist Stickstoff nur giftig, wenn sich eine größere Menge des Gases in kleinen Räumen befindet. Da Stickstoff Sauerstoff verdrängt besteht die Gefahr der Erstickung, deshalb sollte man immer für eine gute Belüftung sorgen. Stickstoff als Alternative zur normalen Druckluft ist zu 78 % in unserer Umgebungsluft enthalten. Bei diesem farb- und geruchlosen Gas handelt es sich auch um ein nicht brennbares Gas. Ein Gas, welches sogar brennende Flammen erstickt. Deshalb kommt Stickstoff als Reifenfüllung im Motor- und Radsport, bei Gefahrengut-Transporten, in der Luftfahrt oder im Bergbau zum Einsatz. Dadurch wird die Gefahr einer Brandentwicklung und Brandförderung bei einem Reifenplatzer verkleinert. Auch die Selbstentzündung des Reifens durch Minderdruck oder ähnlichem kann durch dieses Gas verhindert werden. Eine Anwendung von Stickstoff für die normale Reifennutzung ist nicht erforderlich.  Ziel der Reifenhersteller ist sicherlich Reifen anbieten zu können, die eine hohe Laufleistung besitzen sowie einen maximalen Nutzwert. Hierfür ist eine regelmäßige Wartung notwendig. Für den Fahrer bedeutet das eine regelmäßige Kontrolle des richtigen Reifendrucks unabhängig mit welcher Füllung. Auch wenn mit Stickstoff gefüllte Reifen einen geringeren Druckverlust vorweisen können, bewahrt die Füllung den Reifen nicht vor absoluten Druckverlust. Nageleinstiche, undichte Felgen oder Ventile, Undichtigkeiten zwischen Wulst und Felgen oder ähnliches sorgen auch bei mit Stickstoff gefüllten Reifen mit der Zeit für einen Minderdruck. Der Fülldruck der Reifen muss auch bei Stickstoff regelmäßig kontrolliert werden, denn ein Betreiben mit Minderdruck schädigt die Reifen. Stickstoff gefüllte Reifen können durchaus mit normaler Druckluft nachgefüllt werden. Allerdings mindert das die Qualität, weil dadurch Sauerstoffanteile in der Füllung sind.

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