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Blitzerfoto? Einspruch lohnt sich

Morgens eilig auf dem Weg zur Arbeit, auf einmal blitzt es. Blitzerfotos sind ärgerlich. Vor allem, wenn sie ungerechtfertigt sind. Und dieser Fall ist gar nicht so selten, wie man meint. Medienberichten zufolge soll die Fehlerquote bei bis zu zehn Prozent liegen, ein Einspruch gegen den Bußgeldbescheid lohnt sich in vielen Fällen.

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Bei Blitzerfotos lohnt sich oft ein Einspruch Foto: © Rainer Sturm/pixelio.de

 

Zahlreiche Unregelmäßigkeiten

Verkehrssachverständigen fallen regelmäßig unberechtigt verschickte Bußgeldbescheide auf. Die Unregelmäßigkeiten reichen von fehlerhaften Auswertungen über falsch aufgestellte Messgeräte, wie eine zu hohe Nähe an einem Schild, das die Geschwindigkeit begrenzt, bis hin zu ungeeigneten Messstellen. Allerdings ist selbst für die Experten die Prüfung der Unregelmäßigkeiten problematisch. Zum einen gelten beispielsweise in den einzelnen Bundesländern verschiedene Regelungen für den Abstand vom Temposchild zum Blitzer. Die Angaben reichen je nach Regelwerk von 75 bis 200 Metern. In einigen Richtlinien heißt es sogar nur lapidar “nicht unmittelbar dahinter”.

Geheimniskrämerei kann Vorteil für Betroffene sein

Darüber hinaus halten die Hersteller der Anlagen die Funktionsweisen und die Parameter für die Berechnung der Geschwindigkeiten zumeist geheim. Allerdings wirkt sich dies zum Vorteil für die betroffenen Autofahrer aus, die einen Einspruch gegen ihren Bußgeldbescheid einlegen. Denn vor Gericht muss ein Sachverständiger die genauen Umstände klären, die zu dem Bescheid geführt haben. Wenn der Sachverständige die erhobenen Daten allerdings nicht nachvollziehen kann, hat dies positive Auswirkungen auf das Urteil. Medienberichten zufolge wurden aus diesem Grund in den vergangenen Jahren mehrere Verfahren eingestellt oder es kam zu Freisprüchen.

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