BMW 3er Cabrio: Teurer Frischluftspaß

Zwischen 2000 und 2007 setzte BMW bei der Mittelklasseserie 3er auf ein stark an die Limousine angelehntes Cabrio. Hierbei kam ein klassisches Stoffverdeck zum Einsatz. Mit dem Modellwechsel des E46 zum E90 sollten eigentlich Cabrio und Coupé als eigenständige Produktionsreihen weiterentwickelt werden. Im letzten Moment wurde diese Entscheidung zugunsten der 3er-Reihe zurückgezogen, die Eigenentwicklungen aber weiterhin verwendet. So sind Karosserie, Fahrwerk und Interieur von Cabrio/Coupé und Limousine nicht zu vergleichen.

Eine weitere Neuerung der ab 2007 verkauften Serie ist zusätzlich der Wechsel vom Stoffverdeck hin zum Stahldach. Dies soll vor allem bei schneller Fahrt den Geräuschpegel im Innenraum deutlich reduzieren. Außerdem soll die Stahlmütze weniger Pflegebedürftig und langlebiger sein als die Stoffversion. So kann man die neue Baureihe des Cabrios unabhängig der Jahreszeit fahren. Problem des neuen Verdeckkonzepts ist die Verstauung. Bei geöffnetem Dach nimmt das Verdeck so viel Platz ein, dass sich der Kofferraum von 350 auf 210 Liter verkleinert. Auch im Fond des Wagens ist das Raumangebot erstaunlich klein. Fährt man nur mit zwei Personen, dann kann man jedoch durch Umklappen der Rückbank die hinteren Sitze als weitere Ladefläche nutzen.

Die Fahreigenschaften des BMW 3er Cabrios sind sehr ausgewogen und unterscheiden sich besonders in puncto Fahrdynamik kaum von der Limousine. Obwohl der 3er dank direkter Lenkung am liebsten über Landstraßen jagt, bietet er auch für Autobahnetappen genügend Komfort. Besonders in der aktuellen Baureihe bietet BMW eine erstaunliche Motorenauswahl für das Cabriolet an. Vom kleinen 318i mit 143 PS bis zum 335i mit 306 PS ist für jeden Geschmack und Geldbeutel etwas dabei. Einen guten Kompromiss aus Verbrauch und Leistung bildet dabei der 325i mit 3-Liter-Sechszylinder und 192 PS. Bei den Diesel-Modellen empfiehlt sich der bewährte 320d mit 177 PS in neuerer Ausführung.

In puncto Zuverlässigkeit punkten besonders die jungen Baujahre. Als zuverlässigste Bauzeiten präsentieren sich 2002 und 2003. Die neueren Modelle fallen dagegen durch Ölverlust, ausgeschlagene Gelenke und kaputte Federn der hinteren Achse auf. Auch im Preis kann man von dieser Wahl früherer Baujahre profitieren. Während ein 325i aus dem Jahr 2002 nur noch knapp 12 000 Euro kostet, schlägt das vier Jahre alte neue Modell mit 22 000 Euro zu Buche.

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