BMW 3er: Volumen aus Bayern

Sabine Jaunegg  / pixelio.de

Sabine Jaunegg / pixelio.de

Der BMW 3er ist wohl die bekannteste Modellreihe des bayrischen Autobauers und eine der erfolgreichsten im Unternehmen. Ob als Firmenwagen, Familienlimousine, Youngtimer oder Cabrio, der Mittelklassewagen gehört zu einem der meistverkauften Fahrzeuge in Deutschland. Auch auf dem Gebrauchtwagenmarkt findet man eine riesige Auswahl aller Baujahre, Ausstattungsvarianten und Zustände. Besonders groß ist das Angebot bei den intern E46 (1998 bis 2006) und E90 (2005 bis 2011) genannten Modellreihen. Dabei gab es beide Modellreihen entweder als Limousine, Kombi (Touring), Coupé, Cabriolet und den E46 zudem noch als Compact. Seit 2011 ist die aktuell sechste 3er-Generation neu auf dem Markt, die auf dem Gebrauchtwagenmarkt jedoch noch keine Rolle spielt.

Sicher und kompakt

Mit der Einführung des E46 machte BMW einen großen Schritt in Sachen Sicherheit. Erstmals waren ABS, Traktionskontrolle, elektronische Bremskraftverteilung und sechs Airbags serienmäßig mit an Bord. Außerdem wurden während der Bauzeit des 3ers Motoren überarbeitet oder gleich komplett ausgewechselt. Ein erstes Facelift gab es 2001 für die Limousine, 2003 wurden Coupé, Cabriolet und Compact optisch überarbeitet. Die Kurzversion Compact entwickelte sich allerdings zum Ladenhüter und wurde bereits ein Jahr vor der gesamten Baureihe eingestellt. 2005 kam der Modellwechsel und die neue Limousine der E90-Generation wurde eingeführt.

Bessere Steuerung, neue Motoren

Mit dem Modellwechsel änderte sich einiges in Sachen Design. Der 3er wurde optisch deutlich moderner und passte sich dem neuen BMW-Markengesicht an. Auch der Innenraum wurde einer Veredelung unterzogen, zudem wurde das neue Bedienkonzept iDrive auch im Mittelklassemodell eingeführt. In Sachen Technik versuchte man primär die Motoren bei gleicher Leistung weniger verbrauchen zu lassen. Das gelang durch verschiedene Maßnahmen, dafür wurden die früher für die Hubraumgröße stehenden Modellbezeichnungen aufgeweicht. Ein 318i ist nun nicht mehr mit einem 1,8-Liter-Benziner ausgestattet, sondern mit einem leistungsreduzierten 2-Liter-Aggregat. So gelang es BMW die Motorenfülle auf weniger Aggregate zu reduzieren, gleichzeitig aber die Auswahlmöglichkeiten zu erhalten. Das Leistungsspektrum reicht vom kleinen 316 bis zum M3, von 122 PS bis zu 420 PS. Der Zusatz xDrive oder ein zusätzliches „x“ im Namen steht für einen Allradantrieb, die Diesel haben BMW-typisch die Endung „d“. Auf dem Gebrauchtwagenmarkt ist besonders der bei BMW Touring genannte Kombi ausgesprochen beliebt, besonders den E46 gibt es mittlerweile in allen Karosserievarianten günstig. Doch auch die modernere E90-Modellreihe ist nach dem Erscheinen der neuen Generation und dem Auslaufen vieler Leasing-Verträge teilweise zum echten Schnäppchen geworden. So wird nach drei Jahren teilweise nur noch der halbe Preis verlangt.

Schwachstellen des BMW 3er:

E90: Im Grunde ist dieses Modell frei von Tadel und hat schon vielen Vertretern als Langstreckenwagen erfolgreich gedient. Trotzdem gilt es beim Gebrauchtwagenkauf auf einige Schwachstellen zu achten: Bei hohen Laufleistungen gibt es großen Verschleiß bei Gelenken an der Vorderachse. Ansonsten glänzt der BMW mit guter Zuverlässigkeit, was man von früheren Baujahren ja nur bedingt behaupten konnte.

E46: Bei der früheren Baureihe gibt es einige Problemstellen, auf die Gebrauchtwagenkäufer achten sollten. So zeigen Dieselmotoren besonders im Bereich der Turbolader ihre Schwachstellen, der 320d hat außerdem häufig Probleme mit defekten Luftmassenmessern. Je nach Straßenzustand neigt das Fahrwerk zu hohem Verschleiß, im Zubehör gibt es verstärkte Ersatzteile. Auch die Elektronik dieser Baureihe hat ihre Macken. So verweigert teilweise die Wegfahrsperre ohne Grund die Weiterfahrt und auch Navi oder Telefon können Probleme machen.

BMW 3er: Volumen aus Bayern
Bewerten Sie den Artikel