BMW 7er: Bayrische Oberklasse

Seit 1977 wurde der 7er von BMW in fünf Generationen angeboten. Auf dem aktuellen Gebrauchtwagenmarkt sind besonders die intern E65 genannte Baureihe (2001-2008) und die aktuelle Generation namens F01 interessant. So gibt es dank des großen Wertverfalls der Luxuslimousinen viel Komfort und Technik zum kleinen Preis in gebrauchten Exemplaren der größten BMW-Limousine.

Mit dem Modellwechsel zur E65-genannten vorletzten Generation gab es einige Veränderungen am größten Bayern-Modell. Neben einem kantigen und gewöhnungsbedürftigen Design wurde auch das innovative Bediensystem iDrive im 7er erstmals eingeführt. Es sollte die Bedienung der Fahrzeug- und Multimediafunktionen eigentlich vereinfachen, ist allerdings in der ersten Ausbaustufe in den frühen Baujahren noch nicht ausgereift und verkompliziert die Navigation unnötig. Dies wurde mit der Zeit verändert und heute ist eine große Zahl der bayrischen Autos mit dem neuen Bediensystem ausgestattet. 2005 änderte sich auch das Design. Besonders die Front wurde abgerundet und das Fahrzeugdesign damit entschärft.

Im Innenraum kann man sich auf typischen Komfort der Oberklasse einstellen. Sowohl in der Version mit kürzerem Radstand als auch in den „Li“ genannten Langversionen ist das Platzangebot angenehm. Auf längeren Fahrten und bei höheren Geschwindigkeiten verwöhnt der 7er mit bequemen Sitzen und exzellenter Geräuschdämmung.

Trotz des hohen Fahrzeuggewichts von bis zu 2,2 Tonnen macht der BMW auf Langstrecken und beim Kurvenfahren einen guten Eindruck. Auf Autobahnetappen spielt der 7er mit seinem Fahrwerk seinen größten Trumpf aus. Der sehr gute Federungskomfort schluckt jede Unebenheit und verstärkt den Komfort. Auch die Lenkung ist für eine Limousine dieser Klasse ungewöhnlich direkt.

Vom Reihensechszylinder bis zum V12 bietet BMW im 7er eine große Bandbreite an Motoren. Da sich der große Bayer hauptsächlich im Langstreckeneinsatz findet, haben sich die Selbstzünder als beliebteste Motoren durchgesetzt. Schon der mit Sechszylinder, 3 Litern Hubraum und 218 PS (später 231 PS) kleinste 730d bietet gute Fahrleistungen und hält sich beim Verbrauch dezent zurück. Als stärkere Alternative kommt der 740d mit Achtzylinder und 258 PS (später 330 PS) in Betracht.

Überdurchschnittlich gut schlägt sich die Münchner Oberklasse auch beim Thema Zuverlässigkeit. Bei älteren Modellen gelten jedoch ausgeschlagene Fahrwerkslager und Ölundichtigkeiten am Motor als Problemstellen. Bei den Selbstzündern liegt die Schwachstelle in der Hochdruckpumpe des Diesels, deren Austausch teuer wird. Auch die Unterhaltskosten sollte man als 7er-Käufer nicht unterschätzen. Von Motorisierung zu Motorisierung variieren sie jedoch stark.

Den größten Bayer gibt es mit Basisbenziner und Baujahr 2003 bereits ab 11500 Euro. Die empfohlene Dieselmotorisierung 730d kostet je nach Baujahr zwischen 14000 und 25000 Euro.

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