BMW 850 Cabriolet – das perfekte Cabrio?

Auf der Suche nach dem perfekten Coupé war BMW Ende der 80er Jahre. Im Jahr 1989 wurde der BMW 850 auf der IAA vorgestellt. In 10 Jahren Bauzeit wurden von dem geschlossenen Coupé gerade mal 20.000 Fahrzeuge verkauft, der 8er war trotzdem ein Erfolg, schließlich fanden 5000 Fahrzeuge direkt nach der Präsentation auf der IAA 1989 einen Käufer.

Schon beim Planungsbeginn zum BMW 850, also dem Coupé der BMW 8er Baureihe, spielten die Ingenieure. Die BMW Verantwortlichen hätten gerne ein BMW 8er Cabriolet auf den Markt gebracht, ein paar Prototypen wurden entwickelt und diese waren technisch gesehen sogar auf Zack. Der Überschlagschutz wäre sensorgesteuert herausgekommen, das Hardtop hätte eine beheizte Heckscheibe gehabt usw. Zu einer Markteinführung ist es leider nicht gekommen, die Verkaufsprognosen waren einfach zu schlecht. Dieser Prototyp steht aktuell im BMW Museum in München und ist damit eine ganz besonderer Rarität.

Eigentlich schade, wäre das BMW 8er Cabrio heute sicherlich ein gesuchter Youngtimer bzw. ein Evergreen, denn auch heute noch gefällt mir die flache Form, das breite, kraftvolle Heck und die lange Linienführung. Eleganz gemischt mit Sportlichkeit, dazu noch die sportlichen Klappscheinwerfer die komplett in der Motorhaube versenkbar sind. Die vier Auspuffrohre am Heck zeigen es ja schon an, der BMW 850i hat Dampf unter der Motorhaube. Der 12 Zylinder Motor verfügt über 300 PS und eine Höchstgeschwindigkeit die bei 250 km/h elektronisch abgeregelt wird. Damals hatte BMW übrigens schon mit dem niedrigem cw-Wert von gerade mal 0,29 überzeugt, dieses ist natürlich der Coupé – Form mit der langen Motorhaube und dem flachen Dachaufbau geschuldet, doch auch die Stoßstangen und Seitenschweller sorgen für eine tolle Aerodynamik.

Aus dem 850i Cabrio ist leider nichts geworden, aber es spricht natürlich nichts dagegen sich ein geschlossenes Coupé zu kaufen, schließlich fährt auch ein Cabrio-Fahrer hin und wieder mal geschlossen. Beim 850i muss man dann allerdings etwas die laufenden Kosten im Auge behalten, ich denke ich brauch euch nicht erzählen, dass beim Thema Verbrauch der böse, böse Gasfuß oft nicht rational denkt.

 

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