BMW Z3 – der Roadster aus München … Schwachstellen & Kaufberatung

Erwähne ich einen Z3 denken viele an das Auto, doch Nerds wissen auch, dass der Zuse Z3 der 1. Computer war, nun gut, der 1. funktionsfähige Digitalrechner, eigentlich ja sogar der 1. Computer den man programieren konnte. Heute sind wir ein paar Jahre weiter und wer weiß, wo wir nun diese Informationen austauschen könnten, wenn Konrad Zuse nicht den Computer erfunden hätte. Denn dann würde es diesen Blog nun auch nicht geben. Zuse ist 1995 verstorben und als wollte man ihm ein Denkmal setzen, brachte BMW ein Jahr später den Z3 auf den Markt.

Mitte der 90er Jahre kam ja sowieso ein richtiger Roadster Boom auf die Straße, Porsche brachte den Boxster, Mercedes den SLK, Mazda war mit dem MX-5 erfolgreich und BMW, tja die stellten in Detroit den Z3 vor. James Bond Fans werden dieses Fahrzeug natürlich auch im Film gesehen haben, Q (der Erfinder von Bond´s Waffen) stellte James seinen neuen Dienstwagen mit den Worten „BMW. Schnell!“ vor – und tatsächlich, den Z3 gab es auch gut motorisiert. Neben den 4 Zylinder Triebwerken mit 115 oder 140PS gab es später nmlich auch einen 2,8 Liter 6-Zylinder, der nur noch vom 3,2 Liter 6-Zylinder übertroffen wurde. Leistung satt – auch mit Kat – und vor allem, auf der Hinterachse. Denn der Z3 ist ein typischer BMW, ein typischer BMW hat Hinterradantrieb.

Schwachstellen / Kaufberatung:

Ein typischer BMW hat auch immer ein paar Mängel, von den Fans gerne verschwiegen, von den Liebhabern oft runtergeredet, aber dennoch vorhanden möchte ich heute auf ein paar Schwachstellen vom Z3 eingehen, die man sich zumindesten mal anschauen sollte, wenn man überlegt sich so ein Fahrzeug zuzulegen.

Die Fensterheber sind schwergängig, das Verdeck gerne mal undicht, die Lichtmaschine (der Drehstromgenerator) arbeitet oft an der Leistungsgrenze (scheinbar zu klein dimensioniert) – durch Spannungsspitzen können hin und wieder auch mal die Glühbirnen kaputt gehen. Die Traggelenke sorgen auch beim Z3 zu Problemen mit der Vorderachse (diesen Fehler hat der Z3 vom E36 übernommen). Hier muss man also schon mal häufiger die Traggelenke austauschen, wer also bei der Probefahrt ein poltern, bzw. ein klopfen feststellt kann davon ausgehen, dass es die Traggelenke sind, wenn der Autobesitzer nicht zufällig noch in der Autotür hängt bei der Probefahrt.

Wenn man mit dem Z3 durch die Waschanlage fährt, dringt Wasser über das Verdeck ins Fahrzeug hinein, okay, das ist kein wirklicher Mangel, aber es ist dort nunmal nicht ganz dicht, deswegen wollte ich es erwähnen. Man kann wohl etwas Abhilfe schaffen, in dem man die Seitenscheiben neu einstellen lässt, aber auch dann taucht der Fehler (kein gewollter Wortwitz) früher oder später wieder auf. Ein Hardtop kann hier übrigens Abhilfe schaffen, aber wer will damit schon im Sommer rumfahren? Dann hätte man sich ja auch gleich ein Z3 M Coupe kaufen können ;).

Wo gehobelt wird da fallen Späne, über die Motoren kann ich nicht viel negatives sagen, die 6-Zylinder hatten hin und wieder mal Probleme mit der Zylinderkopfdichtung bzw. war dann der Zylinderkopf defekt. Kleiner Tipp: Der Z3 hat fast die gleiche Technik wie der BMW E36 verbaut, oft lohnt es sich die Preise für die Ersatzteile einfach mal zu vergleichen.

Im Innenraum ist so ein Z3 wie jeder BMW – zeitlos, schön und gut angeordnet. Die Sitzgestelle, tja, die sind nicht immer zufriedenstellend und eher wackelig.

2002 kam dann der Z4 und löste den BMW Z3 ab, der nach fast 300.000 gebauten Exemplaren ja durchaus sein Kundschaft gefunden hatte, nun ist er günstig geworden, gut erhaltene BMW Z3 bekommt man ab ca. 5000 € wobei hier die Preisspanne natürlich auch je nach Motorisierung und dem BMW Zauberwort „M“ nach oben gehen wird.

Fazit: Ersatzteile gibt es quasi wie Sand am Meer, im Alltag macht der Z3 laune, wenn man kein Raumwunder verlangt, die Motoren sind eher langlebig und auch im Winter kann man den Roadster fahren. Im Jahre 1999 gab es ein Facelift welches das Heck meiner Meinung nach optisch verschönerte. Wer damit Leben kann, dass er sein Fahrzeug von Hand waschen muss, der hat mit dem Z3 sicherlich (je nach Motorisierung) viel Spaß, selbst der kleinste Motor schafft es fast an die 200 km/h Grenze und wir wissen ja : Cabrio fahren bedeutet nicht unbedingt als 1. durchs Ziel zu kommen :).

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