BMW Z3: Sportlicher Roadster mit Klassik-Potenzial

1996 räumte BMW den von Mazda oder italienischen Herstellern dicht besiedelten Roadster-Markt gründlich auf. Mit dem Z3 setzten die Münchener auf sportlichen Purismus statt auf technische Innovation. So  entstand ein typischer Roadster, der mit langer Motorhaube, zwei Sitzen und Heckantrieb gutes Design und Fahrspaß bietet.

Der in South-Carolina, USA, gefertigte BMW 280.000-mal und fand auch in Deutschland begeisterte Anhänger. Besonders die Fahrdynamik des leichten Roadsters überzeugte die Kundschaft. So fühlt sich der Z3 besonders in kurvigen Landstraßen wohl, Langstrecken überlässt er lieber seinen größeren und komfortableren Kombi-Brüdern. Der 2003 eingestellte Z3 entspricht nur noch in Teilen dem heutigen Sicherheitsstandard. Neben ABS und Airbags war ESP aufpreispflichtig und wurde somit nur von manchen Käufern gewählt.

Der Roadster war neben der offenen Version seit 1998 auch als Coupé erhältlich. Letzteres ist seltener und weniger puristisch, bietet aber mehr Platz und Komfort als das Cabrio-Modell. Die Motorenpalette des Z3 beinhaltete ausschließlich Vier- und Sechszylinder-Benziner. Die 1,8 und 1,9 Liter großen Vierzylinder mit 115 oder 140 PS sind eine vernünftige Wahl und dank langer Entwicklungszeit nahezu unzerstörbar. Die Sechszylinder sind anfälliger und erfordern auf dem Gebrauchtwagenmarkt einen happigen Aufpreis, liefern allerdings auch 150 bis 325 PS. Letztere Motorisierung ist die des Spitzenmodells der M GmbH. Ebenfalls eine seltene Ausstattungsvariante ist das Automatikgetriebe, welches in Verbindung mit den Sechszylindern angeboten wurde. Technisch funktioniert die Automatik einwandfrei, das amerikanische Relikt ist allerdings nicht mit der Roadster-Vorstellung in Deutschland zu vereinbaren.

Die Zuverlässigkeit des BMW-Roadsters variiert je nach Baujahr stark. Besonders die späteren Baujahre sind zu empfehlen, da es mit der Zeit deutliche Qualitätssteigerungen gab. Während Rost fast keine Rolle spielt, machen hoher Bremsenverschleiß und Elektronik-Probleme der Sechszylinder den Besitzern zu schaffen. Außerdem ist das Dach der Cabrio-Version oftmals nicht dicht, was zu Feuchtigkeit im Innenraum nach Regen führt.

Preislich empfehlen sich die Vierzylinder, da sie in Anschaffung, Unterhalt und Verbrauch den Geldbeutel schonen. So sind gut erhaltene Modelle bereits ab 10000 Euro im Angebot. Teurer wird es mit steigender Leistung und mit erweiterter Ausstattung. Ein Kauf eines Z3 könnte sich allerdings auch im Hinblick auf die Zukunft rechnen. Aufgrund des markanten Designs wird dem ersten BMW-Roadster eine glänzende Karriere als Young- und Oldtimer prognostiziert.

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