Bosch hebt das Kraftstoffsparen auf eine neue Stufe

Die Forderung nach immer weniger Kraftstoffverbrauch in Fahrzeugen ist derzeit in aller Munde. Und nicht nur die Fahrzeughersteller, auch die Zulieferer bemühen sich um neue Entwicklungen, um dieser Forderung nachzukommen. Nun revolutioniert Bosch das Spritsparen. Bis zu zehn Prozent Kraftstoffeinsparung verspricht das Unternehmen mit seiner neuen Start-Stopp-Automatik. Allerdings ist diese recht gewöhnungsbedürftig.

 

Start-Stopp-Automatik kombiniert mit dem Segel-Prinzip

Das Prinzip der Start-Stopp-Automatik ist nicht neu. Schaltete früher der Motor nur im Stillstand wie an Ampeln automatisch aus, greift in neueren Modellen die Automatik auch bei rollenden Fahrzeugen. Das Unternehmen Bosch greift diese Technik auf und entwickelt sie weiter, indem es sie mit dem Prinzip des Segelns kombiniert. Bei diesem Prinzip, das von Mercedes und Porsche verwendet wird, schaltet das Getriebe in den Leerlauf, wenn der Fahrer den Fuß vom Gaspedal nimmt. Hierbei wird der Kraftstoffverbrauch zwar verringert, es wird jedoch immer noch welcher verbraucht.

Motor wird nur zu knapp 70 Prozent genutzt

Mit der neuen Start-Stopp-Segel-Automatik von Bosch nicht mehr. Berührt der Fahrer weder Bremse noch Gaspedal, schaltet das System den Motor aus. Wird eines der Pedale angetippt, springt der Motor sofort wieder an. Lenkradunterstützung und Bremskraftverstärker bleiben trotz des ruhenden Motors in Funktion. Das System soll Bosch zufolge enorm helfen, Kraftstoff zu sparen. Untersuchungen des Unternehmens zufolge wird die Motorkraft während der Fahrzeit nur zu knapp zwei Dritteln benötigt. Den Rest der Zeit kann der Motor also ruhen und das Fahrzeug segeln.

Günstiges und einfaches System

Das System, das mit allen gängigen Verbrennungsmotoren kombiniert werden kann, ist Bosch zufolge denkbar einfach und günstig. Es ist lediglich eine entsprechende Softwareanpassung im Fahrzeugcomputer notwendig. Die benötigten Sensoren befinden sich bereits in den Fahrzeugen. Das Unternehmen rechnet damit, dass das System in zwei Jahren auf den Markt kommt. Entsprechende Gespräche mit mehreren Fahrzeugherstellern werden derzeit geführt.

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