2013 Chevrolet Sonic hatchback

Chevrolet Aveo: Sicher erst ab 2011

2005 veränderte die GM-Gruppe ihre Verkaufsstrategie und bot alle Fahrzeuge unter dem Markennamen Chevrolet an. Der Imagewechsel hatte zu Folge, dass auch alle zukünftig von Daewoo produzierten Autos nunmehr unter dem Namen Chevrolet in Europa verkauft wurden. So erging es auch dem Chevrolet Aveo, der als Nachfolger des Daewoo Kalos 2006 in der Kleinwagenklasse an den Start ging. Zunächst gab es den kleinen GM nur als viertürige Stufenhecklimousine, im Frühjahr 2008 folgten drei- und fünftürige Schrägheckmodelle. Drei Jahre später ging die zweite Generation des Kleinwagens mit deutlich modernerem Design an den Start. Weitere Vorteile der aktuellen Baureihe sollen mehr Sicherheit, ein größerer Innenraum und weniger Verbrauch sein. Dank der guten Verkaufszahlen der ersten Baureihe herrscht jedoch auch auf dem Gebrauchtwagenmarkt ein großes Angebot der günstigen ersten Generation.

Von rundlich zu sportlich

Optisch präsentiert sich die aktuelle Generation deutlich sportlicher und charaktervoller als das erste Modell, welches amerikanischer und runder daherkam. Auch im Innenraum, einem der Hauptkritikpunkte der ersten Modellreihe, wurde gefeilt: Zwar wird das Preisbewusstsein der Amerikaner deutlich, die Materialien und die Verarbeitung haben sich allerdings deutlich verbessert. Platzangst muss man dagegen in keinem der Modelle fürchten, für Fahrer und Beifahrer ist zumindest ausreichend Entfaltungsfläche vorhanden. Hinzu kommen in der ersten Generation 220 Liter Kofferraumvolumen, das Stufenheck fasst ganze 400 Liter.

 Ab Werk mit Gas

Ein großer Kritikpunkt an der ersten Generation ist die magere Sicherheitsausstattung. Der Schleuderschutz ESP wurde oft gefordert, war jedoch in der ersten Baureihe nicht verfügbar. Auch im Euro-NCAP-Crashtest gab es nur schwache zwei Sterne für den Chevrolet Aveo. Besser hat sich da die Neuauflage geschlagen. Sie glänzt mit sechs Airbags, elektronischer Stabilitätskontrolle und Traktionskontrolle. Im Crashtest gab es außerdem fünf von fünf Sternen. Eine Besonderheit in der Motorenpalette des ersten Modells war eine Version mit 1,2 Litern Hubraum, die ab Werk mit Gasanlage angeboten wurde. Dank Extratank erweitert sich so die Reichweite um ganze 450 Kilometer. Mit der zweiten Modellreihe fiel die Gas-Lösung weg, dafür gibt es im aktuellen Modell einen 1,3-Liter-Diesel mit 75 oder 95 PS und – zumindest in der Theorie – guten Verbrauchswerten. Die Wahl des richtigen Modells hängt beim Chevrolet Aveo vom entsprechenden Budget ab. Auf dem Gebrauchtwagenmarkt finden sich Modell ab etwa 3.000 Euro. Wer viel Wert auf Sicherheit und Zuverlässigkeit legt, der sollte dagegen noch etwas abwarten, bis auch die zweite Variante ihren Weg auf den Gebrauchtwagenmarkt gefunden hat oder sich einen Neuwagen leisten, der bei knapp 12.000 Euro beginnt.

Schwachstellen des Chevrolet Aveo

Zuverlässigkeit: Besonders die erste Generation wurde als Low-Budget-Auto konzipiert. Dementsprechend wurden auch die Materialien im Innenraum ausgewählt, nach einigen Jahren merkt man ihnen die Benutzung stark an. Technisch melden einige Fahrer Ölaustritt und Fehlermeldungen im Cockpit.

Sicherheit: Wohl einer der größten Haken an der ersten Chevrolet Aveo-Generation ist die mangelhafte Sicherheitsausstattung.

Bewerten Sie den Artikel

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *


× 7 = dreißig fünf

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>