Chevrolet Nubira: Ab Werk mit Gas

Wie bei vielen Chevrolet-Modellen ist auch der Nubira kein echter Amerikaner. So stammt der PKW der unteren Mittelklasse eigentlich vom koreanischen Hersteller Daewoo. So wurde er auch bis ins Jahr 2004 als Daewoo Nubira in Europa vertrieben, mittlerweile vermarktet der GM-Konzern alle ehemaligen Daewoo in Europa als Chevrolet. Das Konzept „Viel Auto für wenig Geld“ erkennt man auch beim Nubira, der trotz geringem Anschaffungspreis wenig Käufer in Deutschland fand.

Die fehlende Akzeptanz liegt neben dem schwierig zu definieren Image von Chevrolet/Daewoo in Deutschland sicher auch an dem zurückhaltenden Design. Es wirkt zwar nicht veraltet, mit den Linien eines Golf kann der Koreaner jedoch nicht mithalten. Obwohl Daewoo sich in Italien bei Pininfarina Unterstützung für die Optik geholt hat, kann das entstandene Design weder bei Kombi noch bei Limousine überzeugen. Dafür bietet der Kombi andere Werte. Besonders in Sachen Platzangebot setzt der Nubira neue Maßstäbe. Neben den Passagieren fühlen sich so auch 400 bis 1410 Liter Gepäck wohl.

Auch bei den Themen Fahrkomfort und Fahrwerksabstimmung holte man sich für die Konzeption des Nubira Hilfe in Europa. Man stimmte den Wagen in Großbritannien ab und erreichte so einen guten Kompromiss aus Komfort und Direktheit. In der Motorenpalette des Nubira findet sich neben zwei Vierzylinder-Benzinern auch eine Diesel-Motorisierung mit 121 PS aus zwei Litern Hubraum. So erreicht der asiatische Kombi gute Fahrleistungen,  187 km/h Spitze auf der Autobahn und kommt trotzdem mit angegebenen sechs Litern Durchschnittsverbrauch aus. Für Langstrecken taugt der Chevrolet dabei nur begrenzt, denn ein sechster Autobahngang fehlt leider in Verbindung mit dem Selbstzünder. Eine weitere Möglichkeit für das grüne Gewissen und den Geldbeutel ist die Umrüstung des kleinen 1,8-Liter-Benziners auf Autogas. Dies ist im Fall des Nubira bereits ab Werk möglich und kostet etwa 2500 Euro. Dafür kann man bis zu 450 Kilometer weiter fahren und – je nach Preislage – ordentlich Geld sparen.

An der Serienausstattung des Neu-Chevrolet gibt es dank Klimaanlage, Tempomat, Regensensor und elektrischen Fensterhebern wenig zu meckern. Einzig der Sicherheitsausstattung würden zwei weitere Airbags und das mittlerweile alltägliche ESP gut tun. Einen gebrauchten Nubira mit Baujahr 2005 gibt es bereits für 3.500 Euro, die entsprechende Gas-Version kostet 500 Euro Aufpreis. Ebenfalls etwas teuer ist die Kombination aus Kombi und Gas, hier bezahlt man 7.000 Euro. Ein Modell mit Selbstzünder aus dem Jahr 2007 bekommt man für 6.200 Euro.

Chevrolet Nubira: Ab Werk mit Gas
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