Chrysler 300C: Amerikanisches Dickschiff

Der Chrysler 300C ist eine mächtige Erscheinung. Mit typisch amerikanischem und bulligem Design kommt er als Limousine oder Kombi daher und wird seit 2004 in Österreich bei Magna-Steyr produziert. Der heckgetriebene Wagen ist besonders auf der Autobahn oder auf gemütlichen Ausflügen über die Landstraße zu Hause. Hier kann er seine Komfort-Stärken und die mächtige Motorleistung entfalten. Seit 2005 hat man sich aufgrund guter Verkaufszahlen noch stärker an den europäischen Markt angepasst und bietet in Kooperation mit Mercedes-Benz eine Diesel-Version des bulligen 300C an.

Zurückhaltung gehört definitiv nicht zu den Stärken des Chrysler 300C. Auffallen tut er alleine schon aufgrund der massiven und steil verlaufenden Front mit dem großen Kühlergrill. Auch die Ausmaße des Amerikaners sind mit fünf Metern Länge und 1,88 Metern Breite überdimensional. Der viele Platz kommt jedoch auch den Passagieren und dem Fahrer entgegen. Im fast schon luxuriösen Innenraum gibt es sehr gute Platzverhältnisse auf allen Sitzmöbeln. Auch für Gepäck ist gesorgt, die Limousine fasst 422 Liter, der Kombi ganze 600 Liter auf mehreren Etagen.

Technisch greift man mit dem Chrysler auch auf deutsches Know-How zurück. Teile der Plattform sowie der Dieselmotor stammen von Mercedes-Benz. Chrysler-typisch ist dagegen das Fahrverhalten. Das Untersteuern in Kurven gepaart mit einer indirekten Lenkung lassen den Spaß am Kurvenfahren schnell verfliegen und besinnen den Fahrer auf die wahren Stärken des Amis. Die Autobahn meistert der 300C mit Bravour, Komfort ist in jeder Situation garantiert. Auch den Benzinern merkt man ihre Herkunft und ihren Weg über den großen Teich deutlich an. So sind neben zwei V6-Motoren mit 193 und 249 auch zwei Achtzylinder mit 5,7 bzw. 6,1 Liter Hubraum und 340 bzw. 431 PS. Die stärkste Version heißt dabei SRT-8 und ist ausschließlich mit Automatikgetriebe erhältlich. Der bereits erwähnte Diesel leistet 218 PS aus 3 Litern Hubraum. So reicht es dank dem aktuellen Mercedes-Selbstzünder für den Diesel beide Sechszylinder in den Fahrleistungen zu überbieten.

Besonders aufgrund seiner niedrigeren Preise ist der Chrysler 300C eine durchaus interessante Alternative zu den bekannten Gesichtern von BMW, Mercedes oder Audi. In puncto Zuverlässigkeit überzeugt der Amerikaner laut ADAC mit ordentlichen Ergebnissen. Für einen gebrauchten 300C mit Basismotorisierung und Baujahr 2005 muss man etwa 10.000 Euro investieren, der Kombi kostet 2.000 Euro mehr. Interessant ist natürlich die Diesel-Motorisierung, die 12.000 bzw. als Touring 13.5000 Euro kostet.

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