Citroen C3: Geräumig, aber voller Mängel

Als französische Polo-Alternative präsentierte Citroën den C3 im Jahr 2002. Er war der erste Vertreter einer Plattform, auf die später unter anderem Peugeot 207 oder Citroën C2 aufgebaut wurden. Neben der Plattform teilen sich die beiden Kleinwagen auch Technik und Ausstattungsteile. Der einzige wirkliche Unterschied liegt in der Größe: Der C3 bietet mehr Platz und bequemeren Fahrkomfort.

Im Innenraum kann man die beiden Konzernbrüder C2 und C3 kaum unterscheiden. Cockpit und Technik teilen sich die beiden Franzosen, das Äußere unterscheidet sich dagegen leicht. Im C3 dominieren die runden Formen, während der C2 sich sportlicher positionieren möchte. Der längere Radstand lässt sich im Innenraum an den Kriterien Kofferraumvolumen und Beinfreiheit deutlich messen. Der Fünftürer bietet ein deutlich bequemeres Fahren für Passagiere im Fond und ein Platzangebot für bis zu 1310 Liter Gepäck.

Das Fahrverhalten im kleinen Franzosen ist sehr angenehm. Ein gut abgestimmtes Fahrwerk und die elektrische Servolenkung geben einem ein Gefühl von Sicherheit. Das ist auch nötig, denn auch im C3 sind viele Autos ohne ESP ausgestattet. ABS und Airbags sind dagegen Serie, was dem Citroën ein mittleres Ergebnis von vier Sternen im Euro NCAP-Crashtest beschert. Im Jahr 2005 gab es für den Kleinwagen ein Facelift, indem neben optischen Veränderungen auch die Qualität des Cockpits und der Instrumente verbessert wurden.

Die Motorenpalette des C3 umfasst vier Benzinmotoren und drei Dieselaggregate. Empfehlenswert hierbei ist neben dem starken 1,6-Liter-Selbstzünder mit 109 PS und serienmäßigem Partikelfilter auch der 1,4-Liter-Benziner, der mit 73 PS eine ausreichende Leistungsentfaltung bietet. Wie beim kleinen Bruder C2 ist auch in diesem Modell von dem Kauf eines Automatikwagens abzuraten, da diese träge und leistungsmindernd ist.

Der Citroën C3 steht für seine Zuverlässigkeit in der Kritik. Viele Beschwerden gibt es für junge Baujahre, die anfälliger scheinen als die frühen Modelle. Häufig als Mängelquellen werden die ausfallende Elektrik, brechende Federn und ausgeschlagene Fahrwerksteile genannt.

Der C3 ist auf dem Gebrauchtwagenmarkt in allen Preisklassen erhältlich. Von 2 200 Euro für eine acht Jahre alte Basismotorisierung gehen die Preise bis zu knapp 8 000 Euro für ein Modell mit stärkstem Diesel und Baujahr 2007.

Bewerten Sie den Artikel

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *


zwei × = 12

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>