Citroen C4 Picasso: Künstler mit fünf oder sieben Passagieren

2006 kam der C4 Picasso als Nachfolger des Xsara Picasso und als Erneuerung des Kompaktvan-Segments bei Citroen auf den Markt. In der Modellpalette der Franzosen rangiert er damit zwischen dem C3 Picasso und dem ausgewachsenen Van C8. Als Familienfahrzeug überzeugt der C4 mit überdurchschnittlicher Sicherheitsausstattung, großem Raumangebot und hoher Variabilität im Innenraum. Insgesamt gibt es wenig zu meckern, nur die Hauptuntersuchungen offenbaren Qualitätsmängel auf lange Sicht.

Als Käufer des C4 Picasso hat man die Wahl zwischen der normalen fünfsitzigen Ausführung und dem Grand C4 Picasso mit sieben Sitzmöglichkeiten. Aufgrund des Größenunterschieds rangieren die beiden Modelle auch in unterschiedlichen Fahrzeugklassen. Während der Fünfsitzer ein Kompaktvan ist, gilt das Grand-Modell als richtiger Van. Reichen jedoch fünf Sitze, dann muss man sich auch im C4 Picasso keine Sorgen um die Verstauung zusätzlichen Gepäcks machen. Dann stehen nämlich 576 Liter Stauraum zur Verfügung.

Im Vergleich zu der Kompaktvan-Konkurrenz aus Deutschland haben sich die Franzosen voll und ganz dem Komfort verschrieben. So ist das Fahrwerk äußert komfortabel und schluckt unebenen Untergrund völlig problemlos. Das verhindert jeden Anschein von Sportlichkeit oder Agilität, hat jedoch bei entspannter Urlaubsfahrt auch klare Vorteile. Um mehr Platz im Innenraum zu schaffen haben die Franzosen sowohl auf Handbremse als auch auf Schaltknüppel verzichtet. Das Bremsen übernimmt eine elektronische Parkbremse, die bei Ausschalten des Motors sofort aktiv wird, das Schalten kann von einem automatisierten Getriebe abgenommen werden. Letzeres hat allerdings erstaunlich ruckelige Schaltmanöver zur Folge. In der Motorenpalette von Citroen stehen fünf Benziner und fünf Diesel zur Auswahl. Empfohlen seien an dieser Stelle die kräftigen und sparsamen Dieselmotoren, die zwischen 109 und 163 PS leisten. Außerdem sollte man – wie erwähnt – Abstand vom automatischen Getriebe ESG6 nehmen und lieber zur 5-Gang-Handschaltung greifen.

In puncto Zuverlässigkeit gibt es beim C4 Picasso viele Angriffspunkte. Während Fahrwerk, Motor und Elektrik vergleichsweise unproblematisch sind, leiden viele Modelle unter Rost an der Abgasanlage. Die Preise für einen C4 Picasso mit Baujahr 2006 beginnen bei knapp 8000 Euro für einen Siebensitzer. Die Modelle mit Selbstzünder kosten jeweils einen kleinen Aufpreis, der sich in jedem Fall lohnt.

Citroen C4 Picasso: Künstler mit fünf oder sieben Passagieren
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