Damit alles rund läuft – Wissenswertes über Autorreifen

Bild von einem Reifen für einen PKWReifen gehören mit zu den wichtigsten Bauteilen eines Fahrzeuges, denn sie bilden den Kontakt zur Straße. Um eine sichere Fahrt zu gewährleisten muss der Reifen genügend Profiltiefe, den korrekten Luftdruck sowie keine Schäden aufweisen. Mit einer guten Wartung kann die Lebensdauer der Reifen verlängert werden. Aber die beste Pflege nützt irgendwann nichts mehr, wenn das Reifenprofil abgenutzt ist. Die Abnutzung der Pkw-Reifen ist nicht immer gleichmäßig.

Ein nicht korrekter Luftdruck beeinflusst viele Faktoren wie zum Beispiel den Fahrkomfort, die Reifenlebensdauer oder den Kraftstoffverbrauch. Deshalb ist eine regelmäßige Kontrolle unverzichtbar. Denn durch einen falschen Luftdruck entstehen die meisten Reifenschäden. Viele Reifenhändler bieten Reifenfüllungen mit Stickstoff an. Stickstofffüllungen sollen einen schnellen Luftverlust des Reifens verhindern. Durch den gleichbleibenden stabilen Druck im Reifen ergeben sich eine längere Laufleistung sowie einen geringeren Kraftstoffverbrauch. Zur Überprüfung des Reifendrucks bei Fahrzeugen kommen heutzutage Reifendruckkontrollsysteme zum Einsatz. Hierdurch soll die Anzahl der Unfälle, verursacht durch fehlerhafte Reifen, reduziert werden. Denn fährt ein Fahrzeug kontinuierlich mit zu geringem Reifendruck, führt die Belastung an den Reifenflanken zu einem erhöhten Verschleiß. Dieser geschwächte Reifen kann dann im schlimmsten Falle bei hoher Beschleunigung platzen.

Die richtige Reifenwahl richtet sich nach den Anforderungen oder Einsatzbedingungen, die der Fahrer an das Kraftfahrzeug stellt. Gewisse Reifenbreiten sind allerdings vom Hersteller vorgegeben. Im Fahrzeugschein findet man meist mehrere Reifengrößen angegeben, mit denen das Fahrzeug zugelassen wurde. Welche Reifenbreite die optimale ist, muss jeder Fahrer individuell entscheiden. Ferner muss der Kunde entscheiden, ob er lieber Neureifen bevorzugt oder runderneuerte Reifen, bei denen die alte Lauffläche abgeschält und durch eine neue ersetzt wurde. Alle Daten und Eigenschaften eines Autoreifens sind auf der Seitenwand eines Reifens zu erkennen. So findet der Autofahrer an der Flanke des Reifens eine  Aufschrift wie zum Beispiel 205/55 R16 91W. Aus dieser Zahlen- und Buchstabenkombination kann der Autofahrer wichtige Angaben über den Reifen erfahren, wie die Reifengröße, die Bauweise, der Felgendurchmesser, den Tragfähigkeitsindex, den Buchstaben für die Maximalgeschwindigkeit, die Witterungskennzeichnung, das Schneeflocken-Symbol und die Rollgeräuschemission. Weiterhin kann der Fahrer ablesen ob es sich um ein Notlauf- oder Run-Flat-Reifen handelt. An der Seitenwand des Reifens ist desweiteren auch das Herstellungsdatum abzulesen. Das setzt sich aus der Kalenderwoche und dem Herstellungsjahr zusammen. Findet der Fahrer dort die Zahl 0604, ist dieser Reifen in der 6. Woche des Jahres 2004 produziert worden. Spätestens alle sechs Jahre sollten Reifen ausgewechselt werden. Bei Reifen mit Laufrichtungsbindung findet der Fahrer an der Seite einen Pfeil oder einen Hinweis mit der vorgeschriebenen Drehrichtung.

Seit dem 04.12.2010 müssen Fahrzeuge bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte mit M + S-Reifen ausgerüstet sein. Das Profil dieser Reifen gewährleistet den nötigen Griff bei winterlichen Straßenverhältnissen. M + S sind als Winter- und Ganzjahresreifen erhältlich und bringen wichtige Eigenschaften mit. Sie müssen bei Schnee und Eis eine gewisse Flexibilität und Griffigkeit besitzen. Deshalb sind sie aus einer besonderen Gummimischung hergestellt. Die Verhärtung dieser Reifen ist auch bei kalten Temperaturen nicht so stark wie zum Beispiel bei Sommerreifen. Diese Tatsache garantiert aber eine optimale Anpassung an die Straßenoberfläche bei winterlichen sowie trockenen Straßenverhältnissen. Beim Kauf von Winterreifen sollte auf das Schneeflockensymbol am Reifen geachtet werden. Reifen mit diesem Zeichen sind speziell für den Einsatz im Winter hergestellt worden. Für Straßenverhältnisse ohne Schnee gibt es Sommerreifen. Sie bestehen aus einer Gummimischung, die auch bei hohen Temperaturen nicht zu weich wird. So genannte Spikes-Reifen mit angebrachten Stahl- oder Hartmetallstiften werden hauptsächlich bei Fahrten auf Eis genutzt. Da die Abnutzung der Fahrbahn erheblich ist, sind die Reifen in vielen Teilen Europas verboten. Unterschieden werden Reifen auch nach ihrer Bauart. Bis 1980 waren Diagonalreifen bei Pkws noch verbreitet, während es heutzutage fast nur noch Radialreifen gibt. Der Diagonalreifen weist mehrere schräg überkreuzte Karkassenlagen auf, während die Anordnung der Karkassenlagen beim Radialreifen radial ist. Weiterhin haben die Radialreifen eine längere Lebensdauer und eine bessere Bodenhaftung.Ein Reifen im Großformat

Jedes Jahr im Frühjahr und Herbst wenn ein Wechsel der Bereifung ansteht, stellt sich die Frage, wie die benutzten Reifen am besten zu Lagern sind. Dem Sonnenlicht sollten die Reifen während der Lagerung auf keinen Fall ausgesetzt sein. Ein trockener, dunkler und kühler Raum ist für die Lagerung von Reifen ideal. Denn die Gummisubstanz des Reifens verliert unter dem Einfluss von Licht, Wärme und bewegter Luft ihre Elastizität und Festigkeit. Das wiederum lässt den Reifen schneller altern und rissig werden. Ferner sollten die Reifen nicht mit Öl, Fett, Benzin oder anderen Lösungsmitteln in Berührung kommen. Reifen ohne Felge sollten nach Möglichkeit stehend gelagert werden. Bei auf Felgen montierten Reifen sollte die Lagerung  liegend, hängend oder gestapelt sein. Das bedeutet sie können zum Beispiel mit speziellen Haken an die Wand gehängt werden. Beim Stapeln aber muss darauf geachtet werden, nicht mehr als vier Reifen übereinander zu legen. Das Gewicht auf die unteren Reifen wäre sonst zu hoch. Eine Aufbewahrung von Kompletträdern stehend oder an eine Wand gelehnt ist nicht zu empfehlen, da sich die Lauffläche an der Aufstandsfläche verformen kann. Ein Felgenbaum ist sicherlich die beste Variante zur Lagerung von Reifen.

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