Das Automatikgetriebe

Das Automatikgetriebe, übernimmt selbstständig das Anfahren, das Schalten und die Übersetzung. Das Bauteil zun Anfahren, ist der Drehmomentwandler. Von der Sache her, ist der Wirkungsgrad eines automatischen Getriebes etwas ungünstiger, als bei Schaltgetrieben. Diesen Nachteil, gleicht die Automatik aber wieder aus, indem ihr Schaltprogramm den Motor in verbrauchsgünstigen Drehzahlbereichen betreibt. Die Bauteile einer normalen Automatik, sind der Wandler, mit Überbrückungskupplung, Planetengetriebesätze, Lamellenkupplungen, Freiläufe, Ölpumpe und die elektronische Getriebesteuerung. Die Steuerung, erfolgt hydraulisch, oder elektronisch-hydraulisch. Die Hydraulik steuert in dem Fall die Leistung der Kupplungen, während die Elektronik für die Gangwahl und die Anpassung von Drücken für das zu übertragende Drehmoment zuständig ist. Vorteile dieses Prinzips, sind mehrere Schaltprogramme, weicher Schaltkomfort, flexibler Einsatz in unterschiedlichen Fahrzeugtypen, einfache Steuerung und der Wegfall von Freiläufen. Sensoren messen die Drehzahl von Motor und Getriebe, Lastzustand, die Stellung des Wählhebels, das gewählte Fahrprogramm und die Stellung des Kickdown-Schalters. Der Kickdown, sorgt dafür, dass der Motor bei Bedarf ausgedreht wird und das Getriebe zurück schaltet. Haben alle Sensoren ihre Info’s erhalten, werden diese vom Getriebesteuergerät verarbeitet. Nach einem vorgegebenen Programm, übermittelt das Steuergerät die Größen an das Getriebe, dass dann durch Ansteuerung der Magnetventile, die Wahl der Gänge vornimmt. Das typische Automatiksystem, besteht zusätzlich aus einer Schaltpunktsteuerung, heißt das der Fahrer aus verschiedenen Fahrprogrammen wählen und über den Wählhebel manuell eingreifen kann. Moderne Systeme, besitzen noch eine komplexe Steuerung, die durch das Messen verschiedener Größen und Parameter, eine optimale Anpassung der Gänge ermöglicht. Diese intelligenten Schaltprogramme, verhindern z.B. das Hochschalten bei schneller Gaswegnahme, das Schalten in Kurven und das Hochschalten, bei niedrigen Drehzahlen, ohne manuellen Eingriff. Ein gutes Beispiel für solche Systeme, sind u.a. die Tiptronic im Audi oder Porsche, sowie die Steptronic in BMW-Modellen. Die Getriebe bieten hohen Fahrkomfort und die Möglichkeit, individuell in das Geschehen einzugreifen. Ein weiteres Element ist die Wandlerüberbrückung. Sie beseitigt den Schlupf des Wandlers und optimiert somit den Wirkungsgrad des Getriebes. In Abhängigkeit von Last und Drehzahl, erfolgt die Ansteuerung der Wandlerkupplung. Wie oben schon gesagt, beeinflusst die genaue Einstellung der Drücke in den Reibelementen die Schaltqualität. Um diese zu ermöglichen, stellt ein Druckregler den Druck ein. Das kurzzeitige Verringern des Motormoments beim Schalten, z.B. durch die Spätverstellung der Zündung, reduziert die Verlustarbeit der Kupplungen und erhöht die Lebensdauer des Getriebes. Eine Sicherheitsschaltung überwacht Bedienungsfehler und verhindert Getriebeschäden. Sollte doch ein Fehler auftreten, schaltet das Getriebe ins Notprogramm.

Das Automatikgetriebe
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