Das Maß der Dinge, Audis Quattro-Antrieb

Vor über 30 Jahren entwickelte sich aus einer einfachen aber genialen Idee ein Konzept, welches bis heute das Maß der Dinge ist.

Der Quattro-Antrieb ging erstmals in den 80er Jahren, im Audi Quattro, heute Ur-Quattro genannt, in Serie. Angetrieben von einem 200 PS starken Turbo-Fünfzylinder, machte der Audi Quattro schon richtig Laune. Noch einen ganzen Zacken schärfer, war der limitierte Sportquattro. Er kam 1984 als Sondermodell auf den Markt, hatte einen kurzen Radstand und 306 Turbo-PS. Doch auch das bedeutete noch lange nicht das Ende der Fahnenstange. Die Ralley-Version des Audi Quattro hatte bis 500 PS und der legendäre Audi S1, welcher beim Pikes Peak-Renen in Colorado, Bestleistungen erziehlte und die 156 Kurven, in unter 11 Minuten schaffte, leistete rund 600 PS. Beeindruckend sind auch die Leistungsdaten des nur 1090 kg schweren Audi S1. Nicht einmal mit der kürzesten Übersetzung, sind nach nur 3,1 Sekunden, einhundert Stundenkilometer erreicht und nach 11,8 Sekunden, ist der Audi S1 schon 200 km/h schnell.

Der Quattro-Antrieb hat sich durchgesetzt und wurde im Laufe der Jahre immer wieder weiterentwickelt.

Die Idee dahinter ist simpel, um mehr Seitenführungskräfte zu übertragen, wird die Kraft des Antriebs auf alle vier Räder verteilt. Dadurch erreicht man ein hohes Maß an Traktion und ein sehr stabiles Kurvenverhalten, selbst unter Last und schwierigsten Bedingungen.  Der Quattro-Antrieb ist für fast alle Modelle von Audi zu haben, die neuste Quattro-Technik, findet sich im aktuellen Audi A6 und der Antrieb ist besser denn je. Ein Kronenraddifferential sorgt beim aktuellen Quattro-Antrieb für die Kraftverteilung. Im normalen Betrieb, werden 60 Prozent der Kraft auf die Hinterräder verteilt. Kommt es nun aber zu unterschiedlichen Gripverhältnissen, lösen im Differential spezielle Lamellen eine Sperrwirkung aus, sodaß mehr Kraft nach hinten gelangen kann. 85 Prozent sind mit der neuen Technik möglich. Um auch bei sportlicher Gangart flexibel zu bleiben, bietet Audi für den Quattro-Antrieb ein optionales Sportdifferential an, welches die Antriebskräfte sogar variabel zwischen den Hinterrädern aufteilen kann.

In Zukunft wird der Quattro-Antrieb auch weiterhin eine große Rolle spielen. Entwickelt wird zur Zeit der sogenannte e-tron quattro. Beide Achsen werden aber von unterschiedlichen Antriebskonzepten angetrieben. An der Vorderachse übernimmt ein Vierzylinder-Turbo-Benziner, mit einem kleinen Elektromotor und Automatigetriebe diese Aufgabe. Die Hinterachse wird durch einen weiteren Elektromotor  angetrieben. Ein Überlagerungsgetriebe verteilt die Kraft variabel an alle vier Antriebsräder.

Das Maß der Dinge, Audis Quattro-Antrieb
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