Dem Fehlerteufel auf der Spur

Wer kennt es nicht, man ist mal wieder viel zu spät drann, dreht den Schlüssel um und es passiert gar nix. Der Motor springt nicht an, leiert, ruckelt oder stottert. Im günstigsten Fall ist die Batterie leer, was heute fast kein Wunder mehr ist, bei all den kleinen Helferchen, wie Sitzheizung und elektrische Zuheizer, die gerne die Batterie leer saugen. Aber nicht nur die Batterie kann Ärger machen. Eine defekte Kohlebürste in der Lichtmaschine, sorgt z.B. für flackernde Batterielämpchen.

Springt das Auto an feuchten und nassen Tagen, wie wir sie zur Zeit wieder haben schlecht an, liegt es oft an der Verteilerkappe, die einfach verschlissen und feucht ist. Die Kappe und der Verteilerfinger, können problemlos und ohne großen Aufwand auch von Bastlern erneuert werden. Wichtig ist es auch, einmal zu schauen, ob sich ein Marder in Zündkabeln, oder Kühlerschläuchen verewigt hat, das lieben die Viecher überalles. Ist die Isolierung aber erstmal angeknabbert kann die Zündspannung nicht mehr vernünftig auf die Kerze übertragen werden. Also, auch die geübte Hand, kann schnell selbst auf Fehlersuche gehen, wenn das Auto den Dienst verweigert.

Mögliche Ursachen können sein:

Fehler in der Batterie und Elektrik, angefressene Zündkabel oder gar Kabelbruch=Motorruckeln, feuchte Verteilerkappe=Zündaussetzer, defekte Zündspule=kein Zündfunke, verschlissener Verteilerfinger, Kerzenstecker, Kontaktprobleme, Batteriespannung zu niedrig, fehlerhafter Masseanschluß, defekte Lichtmaschine (oft der Regler).

Auch die Elektrik der Beleuchtungsanlage, kann Funktionsfehler haben, die mit wenigen Handgriffen, beseitigt werden können. Oft ist es einfach eine durchgeknallte Sicherung, oder Glühlampe. Andere Möglichkeiten für Fehler, können korrodierte Stecker, die Masseanschlüsse in den Lampenfassungen, oder Kurzschlüsse an den Kabeln sein. Ganz Wichtig: Finger Weg vom Xenonlicht, hier fließen hohe Spannungen! Ab in die Werkstatt! Halten wir also fest: Defekte Glühbirne kann ausgetauscht werden, beim Tausch der Scheinwerferlampen darauf achten, dass die Birne nicht mit den Fingern angefasst wird, dort lagert sich das Hautfett ab, was die Birne schnell trübe macht. Sind die Lämpchen am Rücklicht in Ordnung, kann es an der Leiterplatte liegen, oder am Stecker. Der Stecker sollte mit einem Messgerät überprüft werden, ob Spannung am Stecker anliegt.

Natürlich können nicht nur Elektrikfehler der Grund dafür sein, das der Wagen nicht anspringt. Bei vielen modernen Fahrzeugen, gestaltet sich die klassische Fehlersuche eh recht schwer, da ohne Auslesegeräte fast gar nix mehr zu machen ist. Hier bleibt einem der Weg in die Fachwerkstatt leider nicht erspart.

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