Der Ford StreetKa (Ford Ka als Cabrio / Roadster) war wohl eher ein Reinfall…

Der StreetKa wurde im Jahre 2000 als Designstudie von Ghia in Turin präsentiert, zwei Jahre später wurde dann auf dem Pariser Autosalon die Serienversion vom Ford StreetKa vorgestellt und ich fragte mich wirklich was dieser Name bedeuten sollte. Wenn der StreetKa ein Ford Ka für die Straße war, was war dann der normale Ford Ka? Nach nur 34.844 verkauften Fahrzeugen war im Jahre 2005 auch schon wieder Schicht im offenen Ford Ka Schacht, Schluss mit lustig und das ganze macht den Ford StreetKa nun wegen seiner ja doch recht überschaubaren Stückzahl zu einem selten gesehen Gast auf der Straße.

Das Fahrzeug wurde übrigens nicht in Köln gefertigt. Die Produktion des Autos wurde Pininfarina anvertraut, der Motor und die komplette Bodengruppe wurden von dem Ford-Werk in Valencia (Spanien) nach Turin (Pininfarina) geliefert, wo der Karosseriebau und die Endmontage erfolgten.

Äusserlich erinnert das Fahrzeug natürlich schon an den normalen Ford Ka, die beiden Überrollbügel erinnern entfernt an den Audi TT und das Stoffverdeck ließ sich zunächst nur manuell öffnen. Optional gab es sogar ein Hardtop für den Ford StreetKa, dieses konte man hinter den Sitzen unter einer Abdeckklappe verstauen. Der StreetKa war / ist ein reinrassiger Roadster, sprich ein Zweisitzer. Im Innenraum ging es eher sparsam zur Sache, Hartplastik wohin man schaut. Bei der Motorisierung hatte man keine große Auswahl, besser gesagt gar keine denn den StreetKa gab es ausschließlich mit dem 1,6 Liter Duratec Zweiventiler mit 95 PS. Der frontangetriebe Kleinwagen wurde manuell über ein 5-Gang Getriebe geschaltet. Der Motor bekommt übrigens ohne Probleme die grüne Plakette für die Umweltzonen, verfügt über die Abgasnorm Euro 3. Verzögert wird der Wagen (der es immerhin auf 173 km/h schafft) mit Bremsscheiben an der Vorder- sowie Hinterachse. Vorne und hinten kommen Stoßdämpfer mit normalen Schraubenfedern zum Einsatz, zusätzlich wurden vorne und hinten noch Stabilisatoren (Stabi) eingesetzt. Wer damals etwas mehr investierte hat sich Ledersitze und eine Klimaanlage hinzubestellt.

Wer sich heute für so ein Ford StreetKa interessiert sollte nicht allzu groß sein, Mitmenschen über 1,85 m könnten ansonsten gegen den doch recht flachen Scheibenrahmen schauen. 215 Liter fasst der Kofferraum, ausreichend für den kleinen Einkauf oder die Wochenendtour. Ein langer Urlaub wird mit dem StreetKa dann doch eher zur Tortour. Das Fahrwerk ist gut und sportlich abgestimmt, auf elektrische Fahrhilfen wie ESP muss man verzichten. Wer das originale Radio tauschen möchte, kann sich eine Radioblende für den StreetKa besorgen, dort passt dann jedes normale DIN-Radio hinein. So ein StreetKa hat auch ein paar Mängel / Schwachstellen die ich hier einfach mal ansprechen möchte, nachfolgende Stellen sollte man sich also bei einer Kaufabsicht besonders gut anschauen: Einige Modelle rosten an den Türunterkanten, der Motor selber ist relativ wartungsarm. Der StreetKa verfügt über eine Steuerkette (und nicht über einen Zahnriemen), daher kann es sein, dass der Motor etwas im kalten Zustand rasselt / klappert. Solange er das nicht tut wenn er warm ist, ist da alles in Ordnung. Hin und wieder sind die Dachdichtungen defekt, daher sollte man auf jeden Fall das Dach und auch die Türdichtungen überprüfen. Das Dach muss leicht auf und zu gehen, ggf. fährt man auch mit dem Wagen durch eine Waschanlage.

Mit so einem StreetKa kann man sich heutzutage ein günstiges Cabrio kaufen, fangen die Preise für gute Gebrauchtwagen doch schon bei etwa 3500 € an, die Ersatzteilsituation ist entspannt, selbst im Zubehör gibt es Ersatzteile in Erstausrüsterqualität.

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0 Gedanken zu „Der Ford StreetKa (Ford Ka als Cabrio / Roadster) war wohl eher ein Reinfall…

  1. Hallo!

    Dein Beitrag hat mir wirklich etwas geholfen :-) , denn ich habe vor mir ein StreetKa zu kaufen.
    Das einzige, was mir bei der Probefahrt aufgefallen ist, war, dass die MKL während der ganzen Zeit geleuchtet hat. Da er jetzt noch einmal für zwei Jahre TÜV bekommt, denke ich, dass der Fehler (Lambdasonde?) noch behoben wird.

    Mit freundlichen Grüßen und danke für den Artikel
    Frank Barneföhr

  2. Hallo!

    Dein Beitrag hat mir wirklich etwas geholfen :-) , denn ich habe vor mir ein StreetKa zu kaufen.
    Das einzige, was mir bei der Probefahrt aufgefallen ist, war, dass die MKL während der ganzen Zeit geleuchtet hat. Da er jetzt noch einmal für zwei Jahre TÜV bekommt, denke ich, dass der Fehler (Lambdasonde?) noch behoben wird.

    Mit freundlichen Grüßen und danke für den Artikel
    Frank Barneföhr

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