Der Ölfilter

Der Ölfilter hält das Motoröl sauber und frei von Fremdkörpern und hat somit einen großen Einfluss auf die Lebensdauer des Motors

Jens Schöninger / pixelio.de

Zur Gewährleistung einer einwandfreien Funktion moderner Verbrennungsmotoren ist die Schmierung aller beweglichen Motorteile unabdingbar. Die geschieht durch spezielle Motorenöle, die heute langlebig sind und sehr hohen Anforderungen genügen. Dennoch nutzen sie allein nichts. Während des Verbrennungsprozesses gelangen zahlreiche Rückstände, wie zum Beispiel Rußpartikel, aber auch Schmutzpartikel, wie Staub, Metallabrieb oder Ölkohle in das Öl. Dadurch wird es nicht nur verschmutzt, sondern auch verdickt. Folgen sind steigender Kraftstoffverbrauch und zunehmender Verschleiß, im schlimmsten Fall droht ein Motorschaden. Hier setzt nun der Ölfilter an. Seine Hautaufgabe besteht in der Filtration aller Fremdkörper aus dem Motorenöl. Je nach der Art des Einbringens des Ölfilters in den Motorölkreislauf unterscheidet man Hauptstromfilter, bei denen das gesamte zu reinigende Öl bei jedem Umlauf durch den Filter geführt wird und kombinierte Hauptstrom-/Nebenstromfilter. Bei letzteren wird 90-95% des Motorenöls durch den Hauptstromfilter, der Rest durch einen Nebenstromfilterfilter geleitet. Nebenstromfilter sind mit feineren Filtermedien ausgestattet und können daher eine Feinfiltration des Öles vornehmen. Der klassische Ölfilter ist der Anschraubölfilter. In modernen Motoren werden heute zunehmend kompakte Ölfiltermodule verbaut, die neben der Filtrationsfunktion noch andere Aufgaben, wie zum Beispiel eine Kühlfunktion wahrnehmen können. Das eigentliche Wechselteil in einem Ölfilter ist die Filterpatrone. Sie besteht aus Filtermedien wie Papier, Gewebe oder keramischen Stoffen, die gefaltet angeordnet sind, um die Filtrationsoberfläche zu vergrößern. Diese Filterpatronen können nur eine bestimmte Menge Schmutzpartikel aufnehmen, so dass sie regelmäßig gewechselt werden müssen. Die Regel sagt, bei jedem Ölwechsel soll auch die Ölfilterpatrone gewechselt werden. Daraus ergeben sich also Wechselintervalle von 15 000 bis 50 000 km für Personenkraftfahrzeuge und von 60 000 bis 120 000 km bei Nutzfahrzeugen.

Bewerten Sie den Artikel

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *


+ acht = 12

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>