Der Opel Ampera kommt – Bericht und Bilder einer Testfahrt

Die Zukunft der Mobilität wird elektrisch. Die ersten Impulse und Ausblicke diverser Autohersteller gab es auf der kürzlich zu Ende gegangenen Internationalen Automobil-Ausstellung IAA in Frankfurt zu Genüge. Bei vielen der Vorstellungen handelt es sich jedoch lediglich um Konzeptstudien (Concept-Cars), die erst nach mehrjährigen Entwicklungs- und Testphasen in 2-5 Jahren in Serie gehen werden.

Im Gegensatz dazu hat Opel seine Entwicklungsstrategie rechtzeitig gut ausgerichtet und ist zumindest den anderen deutschen Autobauern mehrere Schritte voraus. Noch in diesem Jahr werden die Rüsselsheimer mit dem Opel Ampera ihr erstes „voll alltagstaugliches Elektroauto mit verlängerter Reichweite“ auf den Markt bringen.

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Der Opel Ampera am Brandenburger Tor in Berlin, Foto: J. Elxnat

Als Marktstart-Termin für den Opel Ampera steht der 28. November 2011 fest. Die bereits vorliegenden 6.000 Vorbestellungen will Opel noch in diesem Jahr ausliefern. Zu den Zielen seiner Opel Ampera Promo-Tour durch Deutschland gehörte natürlich auch Berlin.

Der Opel Ampera macht optisch keinesfalls einen konservativen Eindruck, ganz im Gegenteil: Der Elektro-Opel kommt äußerst modern und dynamisch daher. Ausgestattet mit einer Menge Hightech ist der Opel Ampera ein Ausdruck von intelligentem und fortschrittlichem Fahren.

Kurz nach dem Einsteigen in den Opel Ampera ist aufgrund der Knöpfe, Regler und Farbdisplays sofort spürbar, dass man in einem modernen Auto sitzt. Dennoch ist die Übersichtlichkeit gegeben und man findet sich schnell zurecht, da die Bedieninstrumente an den für sie üblichen Plätzen zu finden sind. Anstelle eines Zündschlosses findet man beim Ampera einen „Power“-Knopf. Drückt man diesen, so wird das Auto und somit die Hightech-Kommandozentrale aktiviert.

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Das Cockpit des Opel Ampera, Foto: J. Elxnat

Sofort ins Auge fallen die beiden 7-Zoll-Farbdisplays, die alle wichtigen Fahrzeug-Funktionen visualisieren. Anstelle eines Tachos und Drehzahlmessers befindet sich hinter dem Lenkrad das Instrumentendisplay, welches u.a. Auskunft über den Ladezustand der Batterie, Reichweite, Geschwindigkeit und Fahreffizienz gibt.

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Über der Mittelkonsole ist das Touchscreen-Display, welches eine Steuerung des Infotainment-Systems, der Klima-Automatik und des Ladevorgangs zulässt. Ebenso zeigt es auf Wunsch den aktuellen Stromfluss und Energieverbrauch an.

Der Opel Ampera verfügt über einen starken Antritt, was den ersten sportlichen, optischen Eindruck sofort bestätigt. Immerhin soll der 111 kW/150 PS starke Elektromotor mit einem maximalen Drehmoment von 370 Nm den Ampera in 9 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen. Bei einer Höchstgeschwindigkeit von etwa 160 km/h ist Schluss. Den Durchschnittsverbrauch auf den ersten 100 Kilometern gibt Opel mit 1,6 Litern an. Auf unserer Fahrt konnten wir ca. 60 Kilometer emissionsfrei fahren. Danach sprang der kleine 1,4-Liter-Verbrennungsmotor als sogenannter „Range Extender“ (Reichweitenverlängerer) ein. Durch diesen wären auch längere Strecken von bis zu ca. 560 km möglich. Für den Fall, dass das Elektroauto wieder aufgeladen werden muss, befindet sich beim Opel Ampera die Ladebuchse seitlich vorne links und das notwendige Ladekabel unter der Laderaum-Abdeckung im Kofferraum.

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Unsere etwa 80 Kilometer weite Testfahrt ergab schließlich einen Durchschnittsverbrauch laut Anzeige von 2,1 l, was sicherlich dem Umstand geschuldet ist, dass wir auf dem Berliner Ring ordentlich Gas gegeben haben und zum Ende unserer Fahrt im Berufsverkehrsstau standen. Insgesamt hat uns der Opel Ampera auf unserer Testfahrt überzeugt und wir konnten durch ihn einige interessierte Blicke auf uns ziehen.

Der Opel Ampera kommt – Bericht und Bilder einer Testfahrt
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