Der SLK (2. Baureihe) Typ R171 – Schwachstellen / Kaufberatung

Das war 2004 garantiert keine leichte Aufgabe für Mercedes Benz, denn mit dem ersten SLK haben sie ja einige Herzen im Sturm erobert, wie will man denn so ein Auto verbessern. Also blieb man sehr nahe am Vorgänger, wertete die Front durch eine Front im Formel 1 Look etwas auf und verließ sich auf traditionelle Werte wie die Verlässlichkeit, die ausgereifte Technik, den von Mercedes bekannten und somit auch erwarteten Komfort und auch auf das Metall-Klappdach. Der 2. SLK wurde etwas größer, etwas geräumiger und auch etwas länger, dennoch blieb der SLK auch ein reinrassiger Roadster, ein 2 Sitzer. Das Dach öffnet elektronisch innerhalb von 22 Sekunden, sehr komfortabel ist die Air-Scarf. Eine was? Eine Air-Scarf, das ist eine Nackenheizung. Cabrio-Fahrer werden die Problematik kennen, irgendwann zieht es bei kälteren Temperaturen kalt am Nacken, die Heizung bläst warme Luft entgegen und ermöglicht so auch eine Open-Air Session im Winter.

In den USA ist der SLK auch sehr beliebt, dort wurden die Stoßstangen leicht abgeändert, das Fahrzeug hat dort die gelben Seitenblinker / Markierungsleuchten.

Die Lenkung wurde verbessert, eine Zahnstangenlenkung wurde verwendet, der Vorgänger hatte noch eine Kugelumlauflenkung – Resultat: Die Lenkung wirkt direkter, man hat ein besseres Fahrgefühl. Geschaltet wird übrigens entweder über das manuelle 6-Gang Getriebe oder über eine 7 Stufen Automatik. Bei den Motoren gab es zunächst den 1,8 Liter im 200 Kompressor mit 163 PS, dazu gab es auch noch den SLK 350 mit 3,7 Liter V6 und 272 PS. Der Dampfhammer schlecht hin ist der SLK 55 AMG, 5,4 Liter als V8, 360 PS und das ganze ohne Turboaufladung. Das Fahrzeug rollte auch mal als Safety-Car bei der Formel 1 über die Strecke. Ich frage mich heute noch wie die Techniker den V8 wohl unter die Haube bekommen haben.

Man sieht im sein Gewicht nicht an, er wiegt aber auch immer so um die 1,4 Tonnen, aus dem Grund werden die Bremsscheiben (gerade bei zügiger Fahrweise) gerne auch etwas mehr belastet, aber ganz ehrlich? Wer würde bei so einem Fahrzeug auf den Verschleiss von Bremsscheiben oder z.B. den 245er Hinterreifen achten? Apropo Hintereifen, selten in der Klasse: Der SLK R171 verfügt über ein Hinterradantrieb und seit 2011 auch über einen würdigen Nachfolger. Der SLK 171 wurde von 2004-2011 gebaut, gute Gebrauchtwagen von dem Modell gibt es also überall zu entdecken und wer gerne “etwas mehr” Fahrspaß haben möchte, darf durchaus auch zum SLK 350 oder gar zum SLK 55 AMG greifen, da hat man die Motoren der besten Güte zu relativ günstigen Preisen. Der 3,5 Liter V6 blubbert die Symphonie, die Auspuffanlage bringt den wohlklingenden Klang nach aussen und wenn es sein muss, ja dann kann man es auch mal richtig krachen lassen. Nur viel Zuladen, das kann man leider nicht, denn der Kofferaum ist (wie beim Vorgänger, dem SLK R170) immernoch zu klein, es gibt auch zu wenige Ablagen im Innenraum, doch lassen wir uns hier nicht von Kleinigkeiten ablenken. Der SLK hält was er verspricht.

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