Der Zahnriemen wird 50 – Fluch oder Segen?

Auch wenn man eigentlich keine Ahnung von KFZ-Technik hat und froh ist, wenn man sein Auto fahren und die wichtigsten Dinge wie den Öl- und Wasserstand sowie den Luftdruck im Auge behalten kann, ist einem der Begriff Zahnriemen sicherlich schon einmal untergekommen. Meist im Zusammenhang mit dem Gebrauchtwagenkauf. Denn entweder wurde im Inserat explizit auf den erst kürzlich vollzogenen Wechsel oder aber den Riss des Zahnriemens und einen eventuellen Motorschaden hingewiesen.

Bis in die 60er Jahre kamen häufig Rollenketten und weitere Komponenten zum Einsatz bis einer Geschichte nach der Sohn von Hans Glas, dem Roller- und Automobilhersteller, bei der Reparatur einer Küchenmaschine über einen kleinen Zahnriemen gestolpert sein soll und dessen Einsatz beim Viertaktmotor „erfunden“ hat. Als erstes Fahrzeug auf der Welt verfügte der auf der IAA 1961 präsentierte Glas S 1004 über einen Zahnriemen und in den Folgejahren sprangen viele Hersteller auf diesen Zug auf und ersetzten die wartungsintensiveren (Schmierung, etc.) Steuerketten durch den Zahnriemen.

Leider hatte der Zahnriemen nicht nur Vorteile. Er altert, der Austausch ist aufwändig und teuer und das Schlimmste ist, dass er unvermittelt reißen kann, was je nach Bauart einen kapitalen Motorschaden nach sich ziehen kann. Daher ist es wichtig, die Wechselintervalle zu kennen und einzuhalten. Diese richten sich im Normalfall nach gefahrenen Kilometern.

Allerdings ist dieses Thema mit Vorsicht zu genießen. Kauft man beispielsweise eines dieser Rentnerautos, die nur sonntags als rollende Schikane auf der Landstraße unterwegs waren, kann es sehr gut seit, dass der Wagen zwar nur eine geringe Laufleistung aufweist und somit noch weit vom Wechselintervall entfernt ist, sich ein Wechsel des Zahnriemens aber dennoch empfiehlt. Denn der Zahnriemen kann aufgrund seines Materials altern, auch wenn er wie zum Beispiel bei einem Scheunenfund Jahre gar nicht im Betrieb war. Es empfiehlt sich allgemein, ach spätestens 6 Jahren einen Austausch vornehmen zu lassen, auch wenn der Eingriff nicht gerade kostengünstig ist. Geld kann man dennoch sparen, wenn man den Zahnriemen oder einen Zahnriemensatz im Internet bestellt. Hier kann man ganz gut die Preise vergleichen und hat so mehr Geld für den Arbeitslohn übrig.

Der Zahnriemen wird 50 – Fluch oder Segen?
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