Die Corvette C5 als Cabrio – 5,7 Liter V8 – breit, bullig und bärenstark!

Die Corvette C5 hatte eigentlich alles was ein Automobil haben muss um zu überzeugen: Die Corvette C5 war sportlich, der Motor war äussers potent und die Karosse war extrem breit. 1998 wurde das Cabrio auf der Motorshow in Detroit vorgestellt. Der Neupreis lag damals bei umgerechnet ca. 60.000 € doch der Wertverlust der Corvette C5 sank schneller als die Benzinnadel bei Vollgas. Apropo Benzinnadel, wer so eine Corvette C5 sein eigen nennt hat garantiert einen guten neuen Freund: Der Tankwart! Der 5,7 Liter V8 Benzinmotor ist nun nicht gerade sparsam, schließlich wollen 344 Pferde auf die Hinterachse gelassen werden.  Die Hinterachse von so einer Chevorlet Corvette verfügt übrigens über Doppelquerlenker, einer Querblattfeder in Verbindung mit Stoßdämpfern und einem Stabi. An der Vorderachse kommen bauartähnliche Teile zum Einsatz. Das Getriebe von der C5 ist übrigens in der Transaxle Bauweise mit dem Hinterachsdiffernzial verblockt.

4,5 Meter lang, fast 1,90 Meter breit und etwas unter 1,2 Meter hoch das sind Maße die wirklich überzeugen, überzeugend waren auch die technischen Werte: 275 km/h Höchstgeschwindigkeit, ab 1999 auch das beliebte Head Up Display und serienmäßig war die elektrische Dachöffnung schon inklusive. Wenn das US-Car auch sonst nicht geizig war, bei der elektronischen Ausstattung wurde etwas gespart. Die Bose Soundanlage (war optional bestellbar) überzeugte irgendwie nicht, das Antiblockiersystem (ABS) gehörte damals auch nicht zur serienmäßigen Ausstattung und wurde dort erst später inkludiert.

Aber ich will hier gar nicht lästern, die Corvette C5 aus dem Hause Chevrolet ist ein tolles Auto, man zieht mit dem Geschoss die Aufmerksamkeit einfach auf sich, die solide Technik weiß auch noch nach Jahren zu überzeugen und wer einmal den V8 Klang gehört hat, kommt von ihm nicht mehr los. Das Head-Up Display (welches die Geschwindigkeit in die Frontscheibe projeziert hatte) ist ja heute noch State of the Art und auch der oben angesprochene hohe Wertverlust kommt nun denjenigen entgegen die sich ein ausgefallenes Cabrio kaufen möchten. Kritikpunkte gibt es natürlich auch viele, die Verarbeitung ist nicht mit Fahrzeugen aus Deutschland vergleichbar, im Innenraum findet man zahlreiche Plastikteile (die man nun nicht unbedingt mögen muss) und auch das Image der Chevrolet Corvette passt nicht zu jedermann. Nicht wirklich günstig ist eine neue Auspuffanlage, das Differential der Hinterachse kann auch schon mal eine Fehlerquelle sein, die durchaus das Fahrzeug zu einem unfreiwilligen Boxenstop zwingt. Aber wir wissen ja alle, dass Cabriofahrer viele “Kleinigkeiten” verzeihen wenn die Sonne lacht und das Cabriodach geöffnet ist.

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