Die Diskussion um Maut auf deutschen Autobahnen

Marino Castiglione / Pixelio.de

Marino Castiglione / Pixelio.de

Die CSU will unbedingt Maut für ausländische Autofahrer, die deutschen Autobahnen mautpflichtig machen. Das Argument hinterlässt jedoch einen seltsamen Nachgeschmack im Mund. Denn: die Deutschen selber sollen ja keine Maut zahlen müssen, nur die Ausländer. Die Sache hat allerdings einen Haken. Zwar müssen Autofahrer, die aus Deutschland – oder welchem Land auch immer – nach Österreich, Ungarn, oder in die Schweiz fahren, Mautgebühren bezahlen. Aber – und hier kommt das große Aber! Irgendwie wurde vergessen, dass die Einheimischen in diesen Ländern von der Mautpflicht ebenfalls nicht befreit sind!

Die Mautdiskussion betrifft uns alle

Es reicht noch nicht, dass die Kraftstoffpreise in den letzten Jahren in die Höhe geschossen sind, Autofahrer werden auch von anderen Behörden, bzw. von der Versicherung kräftig zur Kasse gebeten. Wenn jetzt auch noch eine Mautpflicht in Aussicht gestellt wird, dann Prost – Mahlzeit! Die Belastungen treffen nur die Autofahrer. Generell ist gegen eine Mautpflicht nichts einzuwenden, allerdings müssen dann andere zahlungspflichtige Optionen, wie die Kfz-Steuer, oder die Versicherungsprämien deutlich gesenkt werden.

 

Was soll dann mit dem Geld passieren?

Eine weitere Frage ist, wozu die Maut überhaupt erhoben werden soll? Um die Staatskasse zu füllen und so den Schuldenberg kleiner zu machen, oder würden die Einnahmen aus der Mautkasse – wie in Österreich – ausschließlich für den Ausbau und die Verbesserung der Qualität der deutschen Autobahnen verwendet? Letzteres wäre wahrscheinlich die einzige Option, die man als Autofahrer noch akzeptieren würde. Denn bessere Straßen würden langfristig gesehen einen positiven Effekt erzielen, und das in vielerlei Hinsicht! Weniger Fahrzeugschäden, verursacht durch knietiefe Schlaglöcher, weniger Staus, verursacht durch „zu wenig“ Platz auf unseren Autobahnen.

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