Die Qual der Wahl

Wie es sich für ein ordentliches Volumenmodell wie den Audi A4 gehört, lässt die Auswahl an Form, Motor oder Ausstattung kaum einen Wunsch offen. Allein die Motorenpalette bedient Leistungswünsche zwischen 100 und 420 PS. Während ein 1,6-Liter-Benziner die Basismotorisierung darstellt, gibt es die volle Power nur im teuren Sondermodell RS4 mit 4,2-Liter-V8. Als realistischer und solider Motorentipp hat sich der Zweiliter-Benziner mit 130 PS herausgestellt, da er meistens günstiger und problemfreier als die Diesel-Motoren ist. Geringeren Spritverbrauch und Mehrleistung dank Downsizing versprechen die aufgeladenen Benziner mit 1,8 oder 2 Litern Hubraum. Als Karosserieformen stehen traditionell neben der Limousine noch der Kombi (Avant) sowie das Cabrio in der Modellpalette. In Sachen Ausstattung haben wenige Kunden gegeizt, oft zahlt man für Vollausstattung deutlich weniger als beim Neukauf. Als weiterer Vorteil kann der Ingolstädter die umfangreiche Sicherheitsausstattung verbuchen. Mit an Bord sind ESP, ABS und sechs Airbags.

Schwachstellen des Audi A4

Motoren: Neben einer Rückrufaktion bei den Zündspulen der Benziner gibt es bei den Benzinern wenig zu meckern. Anfälliger zeigen sich da die Diesel-Motoren, Zahnriemen-Schäden sind besonders bei den Vierzylindern-Selbstzündern häufig und vermeidbar.

Getriebe: Während die Schaltgetriebe allesamt unproblematisch sind, gilt es Abstand von der Multitronic genannten Automatik zu halten. Besonders in Verbindung mit den großen Diesel-Maschinen verweigert das Getriebe häufig den Dienst. Bei handgeschalteten Modellen gibt es teilweise Probleme mit rupfenden Kupplungen und klappernden Schwungrädern.

Elektronik: Fährt das Auto gar nicht erst los, dann ist höchstwahrscheinlich die Wegfahrsperre schuld. Sie ist im Kombiinstrument eingebaut und ein Ausbau der Einheit kostet etwa 500 Euro. Ebenfalls ein Problemfall ist die Klimaautomatik, deren Kompressor teilweise undicht wird.

Sonstiges: Weitere potenzielle Schwachstelle ist das Lenkgetriebe, deren Austausch den Besitzer teuer zu stehen kommt. Radlager an der Hinterachse sind ebenfalls ein bekanntes Problem des Mittelklasse-Audis.

B5-Baureihe: Bei den älteren Modellen ist noch auf weitere Problemstellen dringend zu achten. So gibt es hier Stress mit ausgeschlagenen Vorderachsen und Spurstangen, Bremsscheiben und Bremsschläuche verschleißen überdurchschnittlich schnell. Außerdem sind hier häufiger Probleme mit Fensterhebern, Zentralverriegelung und ebenfalls der Wegfahrsperre zu v

Die Qual der Wahl
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