Die richtige Sichtweite haben Korrekte Scheinwerfereinstellung

richtige SichtweiteFalsch eingestellte Autoscheinwerfer stellen oft eine Gefährdung des Straßenverkehrs dar. Scheinwerfer die zu niedrig eingestellt sind, verkürzen dem Fahrer die Sichtweite und bei zu hoch eingestellten Scheinwerfern wird der Gegenverkehr teilweise massiv geblendet. Deshalb ist die korrekte Einstellung der Scheinwerfer sehr wichtig.

Ein Fachmann benutzt für diese Überprüfung ein Scheinwerfereinstellgerät. Hierfür sind zunächst einige grundlegende Dinge zu beachten. Der Reifendruck muss vorschriftsmäßig eingestellt sein. Auf dem Fahrersitz sollte sich eine Person befinden oder mit 75 kg belastet sein. Die Einstellung der Scheinwerfer muss auf einer ebenen Fläche stattfinden. Dann wird das Scheinwerfereinstellgerät (SEG) ordnungsgemäß zum Fahrzeug ausgerichtet. Hierfür sollte der Abstand zwischen Gerät und Fahrzeug ungefähr 30 bis 70 cm betragen. Ist die Ausrichtung der Linsenmitte zur Mitte des Scheinwerfers korrekt, kann das Abblendlicht eingeschaltet werden. Als erstes wird der Fachmann die Hell-Dunkelgrenze im Gerät kontrollieren und eventuell einstellen. Hierbei ist auf eine exakte Übereinstimmung der Hell-Dunkelgrenze mit der gestrichelten Linie im Einstellgerät zu achten. Die Einstellung der Scheinwerfer kann mit  Einstellschrauben per Hand oder Sechskant- bzw. Kreuzschraubendreher erfolgen. Als nächstes ist das Fernlicht an der Reihe. Der Scheinwerferspot sollte genau in der Mitte sein. Für die Nebelscheinwerfer muss der Neigungswinkel am Gerät auf 20 eingestellt werden. Danach folgt die Überprüfung der Hell-Dunkelgrenze. Im Verlauf dieser Kontrolle ist das Gerät immer parallel zum Fahrzeug zu führen. Scheinwerfereinstellgeräte auf Schienen erreichen für diese Überprüfung die genauesten Ergebnisse. Nach der Einstellung der Scheinwerfer kontrolliert der Fachmann ebenfalls die Leistung und die Funktion der Scheinwerfer. Hierbei überprüft er auch die Lichtstärke und den Zustand von Glühlampe, Streuscheibe und Reflektor.

Da die meisten Privatpersonen kein Scheinwerfereinstellgerät besitzen, gibt es eine Möglichkeit die Scheinwerfer wenigstens provisorisch einzustellen. Auch bei dieser Methode sollte der Reifendruck vorschriftsmäßig eingestellt sein und auf dem Fahrersitz sollte eine Person platzgenommen haben. Das Fahrzeug muss in einem Abstand von 10 Metern vor einer senkrechten Wand stehen. Selbstverständlich sollte der Boden wieder eine ebene Fläche sein. Anschließend erfolgt eine Übertragung der Mittelachse des Scheinwerfers auf die Wand. Danach wird der Neigungswinkel des Scheinwerfers angezeichnet. Bei den meisten Fahrzeugen beträgt der Neigungswinkel 1,2 %. Das heißt bei 10 Metern Entfernung zur Wand muss das Licht 12 cm abgesenkt sein. Hierfür muss also eine weitere Linie unter der zuvor markierten Linie gezeichnet werden. Stimmt die zweite Linie und das Scheinwerferlicht nicht überein, muss die Einstellung der Scheinwerfer korrigiert werden. Ansonsten kann die Einstellung beibehalten werden. Bei Nebelscheinwerfern ist die Neigung noch stärker. Bei 10 Metern Entfernung zur Wand muss das Licht 20 cm tiefer sein als die markierte Mittellinie des Scheinwerfers. Mit dieser Methode kann sich ein Hobbyschrauber gut behelfen. Generell ist aber immer eine fachgemäße Überprüfung in einer Werkstatt vorzuziehen. Eine Scheinwerfereinstellung bei Fahrzeugen mit Xenon-Scheinwerfern ist lediglich in Verbindung mit einem Werkstatt-Test- und Auslesegerät möglich. Weiterhin sind bei Kraftfahrzeugen mit automatischer Leuchtweitenregulierung immer Herstellerangaben zu beachten. Aus Sicherheitsgründen sollte eine regelmäßige Überprüfung der Scheinwerfereinstellungen erfolgen, nicht nur zum Beispiel nach dem Wechsel von Glühbirnen oder eines gesamten Scheinwerfers.

Ist ein Fahrzeug zu schwer beladen, leuchten die Scheinwerfer in einem anderen Winkel und können im schlimmsten Fall den entgegenkommenden Verkehr durch starke Blendung gefährden. Verfügt das Fahrzeug nicht über eine automatische Leuchtweitenregulierung, muss hierbei die Scheinwerfereinstellung selbst vorgenommen werden. Bei den meisten Fahrzeugen stellt der Fahrer die Leuchtweite anhand eines Rädchens am Armaturenbrett ein. Verändert sich der Beladungszustand wieder, muss die Einstellung rückgängig gemacht werden.

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