Die Rückspiegel: Funktion und Einstellung

Früher war der Rückspiegel noch ein billiges Stück Spiegel in einem Halter, der mit Schrauben am Wagen befestigt war. Bei einem Defekt war der Austausch der Seitenspiegel leicht vollzogen. Heute ist man davon jedoch weit entfernt, die Außenspiegel moderner Fahrzeuge sind vollgestopft mit Technik und Elektrik / Elektronik.

RückspiegelMusste man früher zur Nutzung der einzigen Funktion, nämlich der Beobachtung des rückwärtigen Verkehrs, den Seitenspiegel noch per Hand einstellen, hielten schon bald mechanische Verstellmöglichkeiten Einzug. Über Knöpfe im Fahrzeuginneren konnten die Spiegel nun eingestellt werden, was aber für den Spiegel auf der Beifahrerseite noch immer aufwändiger war.

Dann folgte die elektrische Verstellung, die bequem vom Fahrerplatz für beide Außenspiegel erfolgen konnte. Da nun schon einmal Strom vorhanden war, gab es nun auch beheizte Spiegel, die im Winter ein Kratzen und somit ungewolltes manuelles Verstellen überflüssig machten. Das manuelle Anklappen des Seitenspiegels bei Zusammenstößen oder beim Fahren / Parken an engen Stellen erfolgt mittlerweile auch schon motorgesteuert. Ebenso wie das automatische Einstellen des rechten Außenspiegels Richtung Bordsteinkante, wenn der Rückwärtsgang eingelegt wird.

Außerdem sind mittlerweile häufig Blinkleuchten in die Spiegelgehäuse integriert und auch Systeme zur Überwachung des toten Winkels zeigen durch Leuchtmittel an, wenn die linke Spur, auf die man wechseln möchte und dies durch Blinken angezeigt hat, belegt ist. Selbst das Spiegelglas an sich ist schon lange keine einfache Spiegelscheibe mehr, es gibt mehrere Bereiche und im Normalfall ist auch dieses Glas getönt.

Und auch der Innenspiegel beherbergt mittlerweile recht viel Technik wie zum Beispiel die Möglichkeit automatisch abzublenden. Und in hochpreisigen Fahrzeugen stellt sich auch dieser automatisch ein, wenn es eine Memoryfunktion gibt. Zudem gibt es heutzutage sogar schon Einblendungen im Spiegel, der somit wie ein Display funktioniert – häufig in Taxis im Einsatz zur Einblendung des Fahrpreises.

Die Einstellung ist gar kein Hexenwerk, aber dennoch machen es viele falsch. Die Grundregel ist, dass man möglichst viel sieht. Beim Innenspiegel ist es recht einfach: möglichst die ganze Heckscheibe im Blick haben. Die Seitenspiegel sollten so eingestellt sein, dass man (fast) nichts vom eigenen Wagen sieht und gerade nach hinten gucken kann. Häufig schauen sich die Autofahrer ihr halbes Fahrzeug im Spiegel an und vergrößern somit den toten Winkel. Und die Unsitte, den Beifahrerspiegel wegen des Einparkens grundsätzlich tief einzustellen, hilft bei der Beobachtung des rückwärtigen Verkehrs nur wenig. Also sollte der rechte Rückspiegel genauso wie der linke eingestellt sein.

Die Rückspiegel: Funktion und Einstellung
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