Diesel im Winterbetrieb

Die Batterie leer, die Flüssigkeiten eingefroren – das Auto muss im Winter einiges mitmachen. Vor allem wenn es sich um einen Diesel handelt. Denn hier kommt erschwerend hinzu, dass der Kraftstoff bei sehr niedrigen Temperaturen leidet, da es zu Ausflockungen kommen kann. Dieses Phänomen führte im Februar 2012 dazu, dass die gelben Engel vom ADAC Einsätze zu lahmgelegten Dieselfahrzeugen fahren mussten. Bei diesen Einsätzen war die zweithöchste Zahl an Mitarbeitern seit der Gründung des Automobilclubs gleichzeitig auf den Straßen.

 

Windgeschützt parken und Tank gefüllt halten

Bis zu minus 25 Grad soll nichts geschehen, die im Diesel enthaltenen Paraffine flocken bis zu dieser Grenze nicht aus, versprechen die Kraftstoffhändler. Manchmal wird es allerdings schon bei wärmeren Temperaturen kritisch. Doch der Besitzer kann einiges dafür tun, dass es nicht so weit kommen muss und er auf die Pannenhilfe angewiesen ist. Am Besten ist der Wagen natürlich in einer Garage geschützt, rät der ADAC. Ist dies nicht möglich, sollte das Fahrzeug zumindest an einem möglichst windgeschützten Ort abgestellt werden. Zudem sollte darauf geachtet werden, den Tank immer möglichst gefüllt zu halten, damit sich in dem Kraftstoffbehälter kein Kondenswasser bildet, das die Ausflockung unterstützt.

Zusätze sind oft alles andere als hilfreich

Alte Dieselfahrer nutzen noch den Trick, dem Diesel etwas Benzin zuzugeben. Davon sollte bei modernen Dieselfahrzeugen jedoch abgeraten werden, da das Benzin die Schmierfähigkeit des Kraftstoffes senkt und den Pumpen nicht sehr gut bekommt. Ebenso ist bei Additiven aus dem Baumarkt vorsicht geboten. Werden diese bei großer Kälte zugegeben, vermischen sie sich nicht mehr mit dem Diesel und verkleben so die Filter. Zudem können manch Zusatzstoffe mit den bereits in der Raffinerie zugesetzten Hilfsstoffe in Konflikt geraten. Ist der Notfall eingetreten, gilt es, Ruhe zu bewahren und auf die Helfer warten. Niemals selbst versuchen, den Tank zu erwärmen. Die Kristalle im Diesel müssen langsam in einem beheizten Raum aufgelöst werden. Nach einem anschließenden Wechsel des Kraftstofffilters läuft alles wieder wie gewohnt.

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