Digitalisierung die falsche Strategie?

Wie sich gerade wieder in Genf zeigt, hat die digitale Revolution die Automobilindustrie fest im Griff. Die Fahrzeughersteller übertreffen sich gegenseitig, den Autofahrern neue Errungenschaften auf dem Gebiet der Smartphone-basierten Kommunikationstechnologie zu bieten. Ein Faktor wird allerdings bislang kaum beachtet. Der Autofahrer. Dabei ist er der wichtigste Faktor. Was will der Autobesitzer wirklich? Eine Umfrage von Pricewaterhouse Coopers gibt Antworten.

Digitalisierung

Foto: © GM Company

Innovationen zur Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs

Der Studie des Wirtschaftsdienstleistungsunternehmens zufolge könnte sich die Strategie der Autobauer, ihre Fahrzeuge mit immer mehr digitaler Kommunikationstechnologie vollzustopfen, als Fehlschlag erweisen. Pricewaterhouse Coopers befragten 1.000 Bundesbürger aus der ganzen BRD. Demnach äußerten fast vier Fünftel der Befragten, dass sie sich vielmehr Neuentwicklungen wünschten, die den Spritverbrauch senken. Für knapp die Hälfte steht das Thema Sicherheit ganz oben. Immerhin noch 43 Prozent fordern mehr Innovationen im Bereich der Umwelttechnologie.

Umfrage ist eine Momentaufnahme

Dagegen wirkt die Fraktion derer, für die eine leistungsfähige Kommunikationstechnologie in ihrem Fahrzeug im Mittelpunkt steht, recht mager. Neun Prozent der Befragten gaben an, dass der Zugang ins Netz und zu sozialen Medien am Wichtigsten sei. Felix Kuhnert von Pricewaterhouse Coopers ist diese Umfrage eine Momentaufnahme, die sich schnell wieder ändern kann, wenn die Fahrzeugvernetzung einen Innovationsschub bringt. Derzeit sei für die meisten die Kommunikation und die Vernetzung schon selbstverständlich, so dass eben andere Dinge im Vordergrund stünden.

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