Drängler und Verkehrsrowdys – hilft nur die Anzeige?

Marco Barnebeck(Telemarco)  / pixelio.de

Marco Barnebeck(Telemarco) / pixelio.de

Kennen Sie das auch? Sie fahren zügig auf der Autobahn auf der linken Spur, sind dabei mehrere Fahrzeuge zu überholen, plötzlich wie aus dem Nichts rast ein Auto von hinten heran und betätigt sogleich auch mehrfach die Lichthupe. Er klebt Ihnen förmlich an der Stoßstange, oder wie man so schön sagt, der fährt fast schon im Kofferraum mit. Was der Fahrer hinter Ihnen da macht, nennt man Nötigung im Straßenverkehr. Und Sie können sich dagegen wehren!

 

Eine Anzeige kann helfen

Im Idealfall haben Sie einen, oder gleich mehrere Bei-, bzw. Mitfahrer, die die Nötigung bezeugen können. Bitten Sie einen von Ihren Mitfahrern, das Kennzeichen, das Fahrzeugmodell und die Farbe möglichst genau zu notieren. Eine Beschreibung des Fahrers ist ebenfalls hilfreich. Einer Ihrer Mitfahrer sollte sofort die Polizei anrufen und bereits telefonisch eine Anzeige erstatten. Allerdings sollte man nicht allzu „kleinkariert“ an die Sache rangehen, denn wenn die Lichthupe nur einmal betätigt wurde, geht nur selten als Nötigung durch. Sie sollten auch den Ort des Geschehens möglichst genau bestimmen. Sie können natürlich auch, wenn Sie alleine unterwegs sind, die Nötigung zur Anzeige bringen. Einen Zeugen müssen Sie nicht haben, besser ist es jedoch, um „Aussage gegen Aussage“ zu vermeiden.

 

Welche Strafen sind für Nötigung im Straßenverkehr vorgesehen?

Im Bußgeldkatalog sind für Nötigung – wird übrigens als Straftat gehandhabt! – 5 Punkte in Flensburg vorgesehen. Darüber hinaus kann je nach Schwere der Tat und ob durch das Drängeln Unfall und/oder Personenschaden entstanden sind, auch eine Geldstrafe verhängt werden, die durchaus empfindlich hoch ausfallen kann. Es lohnt sich also nicht, im Straßenverkehr zu drängeln. Wer zügig, aber gelassen fährt, kommt übrigens viel eher ans Ziel.

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