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Dreizylinder erobern den Markt

Umweltverbände und Vertreter der EU fordern einen geringeren Schadstoffausstoß und eine Senkung des Kraftstoffverbrauchs. Die Lösung sind nicht nur alternative Antriebe, sondern auch kleinere Verbrennungsmotoren wie dem Antrieb mit drei Zylindern. Lange verpönt und als Notlösung angesehen, erobern die Dreizylinder zunehmend den Markt.

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Dreizylindermotoren stürmen den Markt Foto: © GM Company

 

Die Dreizylinder werden erwachsen

Lange Zeit waren diese Motoren wirklich eine Notlösung. Ein geringe Laufruhe, wenig Durchzug, kaum Drehmoment und Dynamik erst bei recht hohen Drehzahlen ließen den Vorteil des geringen Verbrauchs zunichtewerden. Doch in den letzten Jahren hat die Entwicklung deutlich zugenommen und die negativen Aspekte, die die Dreizylinderantriebe in den achtziger und neunziger Jahren noch hatten, ausgebügelt, sodass die kleinen Antriebe den Bereich der Kleinwagen verlassen haben und zunehmend auch in Kompakt- und Mittelklassewagen zu finden sind. Selbst in die Premiumklasse sind die einst abgelehnten Motoren aufgestiegen, seit BMW die sparsamen Dreizylinder verwendet.

Zweizylinder kommen

Die Vorteile der kleineren Motoren liegen auf der Hand. Der geringere Hubraum, das niedrigere Gewicht sowie die abgesenkten Reibungsverluste sparen Kraftstoff und senken somit den CO2-Ausstoß. Durch neu entwickelte Aufladungsarten, durch die ein höherer Ladedruck erreicht wird, gelangen die neuen Dreizylinder in Leistungsspektren, die hubraumstärkere Vielzylinder übertreffen, ohne dass die Laufruhe und die Geräuschentwicklung des kleinen Motors leiden – Probleme, an denen lange getüftelt wurde. Die Dreizylinder sind also schon lange auf dem Fahrzeugmarkt angekommen und bieten noch weiteres Entwicklungspotential. Und damit ist Experten zufolge der Trend des Downsizing noch lange nicht abgeschlossen. So hat bereits Fiat mit dem TwinAir einen Zweizylinder-Motor im Portfolio, der zeigt, dass noch mehr eingespart werden kann.

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