Driftauto kaufen / bauen – Informationen und Tipps

In vornehmlich amerikanischen Filmen driften die Autos bei Verfolgungsjagden immer wild um die Ecken. Zumindest ich als männlicher Zuschauer fand das immer cool und meist im Winter freue ich mich wieder wie damals, wenn ich auch ein wenig das Heck herumkommen lassen kann. Leider hat das mit richtig kontrolliertem Driften meist wenig zu tun.

DriftenDas Stichwort Kontrolle ist hier der Schlüssel zum Erfolg. Denn letztendlich ist Driften nichts anderes, als das kontrollierte Ausbrechenlassen des Wagens. Er übersteuert und man fängt das Ganze dann behutsam ab. Diesen instabilen Zustand nennt man Driften und er ist nicht nur in Filmen wie der Fast an Furious Reihe zu sehen, sondern auch ein Mittel, um in Motorsportserien wie zum Beispiel der Rallyemeisterschaft schnell durch Kurven zu kommen.

Wer nun mit Muttis 45 PS – Polo auf dem vom Regen nassen Parkplatz des örtlichen Lebensmitteldealers ein wenig Driften möchte, der wird schnell enttäuscht sein. Denn man kann zwar auch mit einem Fronttriebler unter Einsatz der Handbremse driften, doch mit einem Fahrzeug mit Heckantrieb macht es wesentlich mehr Spaß, da die Vorderräder nur eine Aufgabe (Lenken) erfüllen müssen.

Welchen Wagen sollte man nehmen? Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Prinzipiell ist jeder Hecktriebler geeignet, eine entsprechende Leistung beziehungsweise ein gutes Leistungsgewicht vorausgesetzt. In Deutschland sind daher zum Beispiel Fahrzeuge aus dem Hause BMW sehr beliebt. Und natürlich alle japanischen Wagen mit Heckantrieb, also meist Sportwagen. Das liegt darin begründet, dass es in Japan schon sehr lange eine Driftszene gibt und daher viele Tuningteile speziell für diesen Sport vorhanden sind.

Denn ein serienmäßiger Wagen wird schnell an seine Grenzen stoßen, denn fürs Driften wurde er schließlich nicht gebaut. Zwar wird der Motor beispielsweise ordentlich gefordert, aber da man selten geradeaus fährt, fehlt ihm die Kühlung, was zu Überhitzungsschäden führt. Dies macht verschiedene Dinge notwendig. Einerseits weitere Lüfter, Wasserkühler und auch Ölkühler für die verschiedenen Systeme, andererseits auch Zusatzinstrumente. Diese sieht man in den Filmen auch häufig und sie sind nicht nur schmückendes Beiwerk, sondern liefern wichtige Informationen, hauptsächlich zu Temperaturen.

Ein Sperrdifferential ist ebenso von Vorteil, genauso wie ein modifiziertes Fahrwerk. Hier eignet sich ein verstellbares Gewindefahrwerk am besten, um den Wagen den verschiedenen Gegebenheiten auf der Strecke anzupassen. Da wir schon vom Leistungsgewicht sprachen: neben hoher Leistung, die man mit den üblichen Mitteln entsprechend steigern kann, empfiehlt sich eine Gewichtsreduzierung. Das heißt, alles unnötige fliegt raus. Und letztendlich sollte man dann noch ein wenig Sportwagenequipment wie Sportsitze, Hosenträgergurte und einen Überrollkäfig für den Ernstfall verbauen. Und dann heißt es: Übung macht den Meister!

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